Arbeitkreise

Abdomensonographie

Die Abdomensonographie wird von approbierten Fachärzten für Radiologie, Innere Medizin (speziell Gastorenterologen), Chirurgie, Ärzten für Allgemeinmedizin und Notärzten durchgeführt.

A Sonographische Basisdiagnostik – Stufe 1

1. Inhalte und Aufgaben:

Detektion und Differenzierung häufiger Befunde und Erkrankungen
Leber: Zysten, häufige gutartige und bösartige Tumore, Fettleber und Zirrhose
Gallengangssystem: Steine, Cholezystitis, Gallenblasentumore, Obstruktionen
Pankreas: akute und chronische Pankreatitis, Gangerweiterung und Tumore
Milz: Splenomegalie und häufige Herdbildungen, portale Hypertension
Niere: Anomalien, Harnstau und Tumore
Weiteres: abdominelle Lymphknoten, Aortenaneurysma, Häufige gastrointestinale Erkrankungen (Appendizitis, Divertikulitis), Harnblase und ausgeprägte Unterbauchraumforderungen. Häufige Ursachen des akuten Abdomens.

Der Untersucher ist in der Lage zu entscheiden, inwieweit seine Ergebnisse ausreichend sind, bzw. welche weiteren diagnostischen Schritte erforderlich und geeignet sind.

2. Ausbildungserfordernis:

2.1 Theoretische Ausbildung im Ausmaß von 40 Stunden nach den Richtlinien der ÖGUM:
Grundkurs (20 Stunden) mit Praktikum: technische Grundlagen und o.a. Inhalte.
Fortgeschrittenenkurs (20 Stunden) frühestens 9 Monate nach dem Grundkurs zur Vertiefung. Alternativ zum Fortgeschrittenenkurs können 20 Stunden ÖÄK-DFP zertifizierte Weiterbildungen in Abdomensonographie absolviert werden.

2.2 Praktische Ausbildung: 500 unter Supervision durchgeführte Untersuchungen, davon 25% pathologisch. Diese sind in Text und Bild dokumentiert und werden von einem Ausbildner in einem Fachgespräch überprüft.

3. ÖGUM-Mitgliedschaft

B Hochqualifizierte Sonographie – Stufe 2- Ausbilder

1.Inhalte und Aufgaben:

Spezielle Fragestellungen in Abdomensonographie, seltene Befunde und Krankheitsbilder.
Differenzierte Magen- und Darmsonographie (z.B. CED)
Spezielle Untersuchungstechniken wie vertiefte Gefäßdiagnostik und Kontrastmittelsonographie
Sonographisch geführte interventionelle Maßnahmen
Ausbildung in sonographischer Basisdiagnostik

2. Qualifikationserfordernis:

– Nachweis der Stufe 1 Berechtigung
– mindestens 5 jährige Ausübung der Abdomensonographie
– regelmäßige theoretische Weiterbildung (10 CME-Punkte/Jahr)
– mindestens 2000 selbständig durchgeführte dokumentierte Untersuchungen
– positives Fachgespräch mit einem Kursleiter und in Absprache mit der Fachgesellschaft
– ÖGUM-Mitgliedschaft

C Kursleiter – Stufe 3

Stufe 3 –Untersucher sind Referenz-Experten in ihrem Fachgebiet für spezielle Fragestellungen. Sie sind zuständig für die Supervision der Ausbildung in der Stufe 1 und 2, sowie für gutachterliche Fragen. Sie verwenden einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit für Ultraschalluntersuchungen, Unterricht und Weiterentwicklung der Sonographie.

2. Qualifikationsnachweis:

Kursleiter bzw. Stufe 3 –Untersucher müssen über die Stufe 2 hinaus
– Stufe 2 Nachweis
– wissenschaftliche Arbeiten (mindestens 3 zitierfähig als Erstautor) und
– evaluierte Erfahrungen in der Lehre nachweisen.
– Die Zuerkennung der Stufe 3 –Qualifikation (Kursleiter) erfolgt in einem Kolloquium durch ÖGUM-Kursleiter mit Vertretern aus den Fachgesellschaften
– ÖGUM-Mitgliedschaft

D Rezertifizierung

– Eine kontinuierliche theoretische Weiterbildung und eine anhaltende Tätigkeit in medizinischer Ultraschalldiagnostik sind für alle in diesem System Beteiligten innerhalb von 5 Jahren im Sinne einer Rezertifizierung erforderlich.
– ÖGUM-Mitgliedschaft

Information zur Aufwandsentschädigung bei Zertifizierungen:
Jedem Arbeitskreisleiter der ÖGUM ist es freigestellt, eine Aufwandsentschädigung für die Zertifizierung in maximaler Höhe von € 100,00 pro Antrag einzuheben.

10.09.07
N. Gritzmann und G.Mathis für den AK Abdomensonographie

Appendizitis und Differenzialdiagnosen

„Appendizitis und Differenzialdiagnosen“ – DVD
A. Hollerweger, K. Dirks, J. Deuerling, P. Macheiner, T. Rettenbacher
Deutscher Ärzte-Verlag, 2008
ISBN 978-3-7691-0560-5

Appendektomie oder nicht?

Bei Verdacht auf Appendizitis ist die Ultraschalluntersuchung heute die Methode der ersten Wahl. In der Hand des Geübten ist sie ein sicheres und günstiges Diagnostikum ohne jede Strahlenbelastung. Sie ist als Bedside-Untersuchung sowohl in der Notaufnahme wie auch auf der Intensivstation verfügbar, kann beliebig wiederholt werden und sollte in jeder interdisziplinären Ultraschallabteilung Anwendung finden.Anhand eines einmaligen Bild- und Videomaterials führt Sie diese interaktive DVD Schritt für Schritt von den Grundlagen bis hin zu den Tricks und Tipps der Experten. Das interdisziplinäre Autorenteam hilft Ihnen, rasch und zweifelsfrei eine Appendizitis zu diagnostizieren und von den möglichen Differenzialdiagnosen zu unterscheiden. So lassen sich unnötige Operationen vermeiden.

  • Interaktive Fallsammlung mit
    – 32 audiovisuellen Kurzvorträgen
    – weit über 200 Fällen in mehr als 2.100 Einzelbildern und
    – 87 Videoanimationen
  • Nachvollziehbare Befundabbildungen
    – Abgrenzung anatomischer Strukturen auf Knopfdruck
    – Darstellung in bis zu vier Schnittebenen
  • Aus dem Inhalt:
    – Anatomie und Untersuchungstechnik
    – Akute Appendizitis, Perforation und Komplikationen
    – Postoperative Befunde, Pitfalls und Differenzialdiagnose

Sonographische Differenzialdiagnose

20.05.2013
Publikation

Krankheiten des Gastrointestinaltraktes
Systematischer Atlas
Ulrich Meckler / Alois Hollerweger / Christoph Frank Dietrich
Deutscher Ärzte-Verlag, 2004
ISBN 978-3-7691-0434-9

Sichere Differenzialdiagnostik: Von der Sonomorphologie zur Diagnose

Ultraschallbefunde lassen sich mit Hilfe von herkömmlichen differenzialdiagnostischen Werken, die nach Diagnosen gegliedert sind, nicht immer zuverlässig einordnen.
Stattdessen beschreiben die Autoren die pathologischen Veränderungen des Gastro-intestinaltraktes, der Bauchwand und der Peritonealhöhle systematisch nach der auffälligen sonographischen Morphologie.
So gelangt man über Lage, Form und Kontur, Größe, Echomuster und Architektur des auffälligen Befundes zu einer Diagnose. Wo es möglich ist, liefern farbkodierte Doppler-verfahren eine weitere Eingrenzung des Befundes.
Damit wird der Leser zu einer strukturierten Bildanalyse angeleitet, die eine Differenzialdiagnose allein auf der Basis der sonographischen Gestalt ermöglicht.
Diese Herangehensweise entwickelt das bewährte Konzept aus „Meckler/Wermke: Sonographische Differentialdiagnostik“ weiter. Neben dem vorliegenden Band erscheinen in der Reihe „Sonographische Differenzialdiagnose“ weitere Einzelbände, die die einzelnen Organgebiete systematisch abhandeln.

Aus dem Inhalt: Bauchwand – Gastroduodenaltrakt – Intestinaltrakt – Mesenterium – Peritonealhöhle – Becken – Farbkodierte Dopplersonographie im Gastrointestinaltrakt

Vom Bild zur Diagnose

Umfassende Darstellung der Veränderungen des Gastrointestinaltraktes

Unter Berücksichtigung von B-Bild und Farb-Doppler

Sonderformat mit über 1200 großformatigen Abbildungen

Jede Differenzialdiagnose mit zugehörigem Bild und exakter Umzeichnung (Piktogramm)

Synopse häufiger Befunde am Ende jeden Kapitels

Klar strukturiert, prägnant beschrieben, übersichtlich dargestellt

Ausbildungsrichtlinie 2019: ÖGUM Arbeitskreis Allgemeinmedizin

Der Stellenwert der Sonographie in der Allgemeinmedizin hat einen deutlichen Aufschwung erfahren (vgl. Masterplan ÖGAM). Durch die Optimierung der Diagnostik, die rasche Verfügbarkeit, die Ortsunabhängigkeit (bed side), die Unschädlichkeit, die geringen Kosten und die steile Lernkurve (v.a. in der Notfallsonographie) ersetzt die Sonographie das Stethoskop zunehmend und ist in vielen Hausarztpraxen wie auch in den geplanten Erstversorgungszentren ein unverzichtbares diagnostisches Hilfsmittel.
Dennoch ist die Allgemeinmedizin das einzige Fachgebiet in Österreich ohne strukturierte sonographische Ausbildung, ohne eigene Ultraschallkurse und Fortbildungen, ohne einheitliches kassenärztliches Honorierungssystem für sonographische Untersuchungen.

1. Ziele:
• Erarbeitung einer neuen Aus- und Weiterbildungsrichtlinie in Zusammenarbeit mit der ÖGUM – Curriculum Sonographie Allgemeinmedizin
• Erfahrungsaustausch und Fallbesprechungen (Treffen und/oder Internet Case Reports) z.B. im Rahmen von Qualitätszirkeln
• Internetkurse/ Ausbildungskurse/ Refresher Kurse
• Implementierung der Sonographie in der Ausbildung zum Allgemeinmediziner
• Erhebung sonographierender Allgemeinmediziner
• Erlangung eines einheitlichen kassenärztlichen Honorierungssystems für sonographische Untersuchungen

2. Struktur:
Die Arbeitsgemeinschaft sonographierender Allgemeinmediziner versteht sich als Plattform bzw. Sprachrohr der Praktiker, die als Mitglieder der ÖGUM den Ultraschall als wichtiges diagnostisches Hilfsmittel in der Primärversorgung einsetzen, um dadurch eine erweiterte, qualitativ hochwertige, präklinische „State oft he Art“ Basisversorgung anbieten zu können.
Außerdem soll durch ein entsprechendes Kursangebot in enger Zusammenarbeit mit den anderen ÖGUM Arbeitskreisen (u.a. Abdomen, Bewegungsapparat, Gefäß, Gynäkologie, Kopf/Hals, Notfallsonographie, Pädiatrie, Thorax, Urologie) die weiter unten ausgeführte „Ausbildungsrichtlinie POCUS Allgemeinmedizin“ erfüllbar sein.
Zusätzlich erachtet es der Arbeitskreis der sonographierenden Allgemeinmediziner als essentiell, die studentische sonographische Ausbildung zu fördern und die sonographische Ausbildung im Rahmen der Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin in deutlich größerem Ausmaß als bisher standardisiert zu implementieren.
Vertreten wird die Arbeitsgemeinschaft durch den Arbeitskreisleiter und seinen Stellvertreter, die von allen gleichberechtigten Mitgliedern des Arbeitskreises alle drei Jahre bei den Arbeitskreissitzungen gewählt werden.

Curriculum Sonographie Allgemeinmedizin

Bewegungsapparat

Vorschläge für die Ausbildungskriterien und -erfordernisse, die für Allgemeinmediziner, Rheumatologen, Orthopäden, Sportmediziner, Neurologen, Radiologen und Unfallchirurgen von Interesse sind.

Stufenzertifizierung Bewegungsapparat


Stufe1

Erforderlich für das Stufe I Zertifikat sind:
– Facharzt*
– Mitgliedschaft in der ÖGUM/SGUM/DEGUM
– Nachweis von 400 eigenständig durchgeführten US-Untersuchungen, davon 200 supervidierte Untersuchungen**
– Prüfung zum Nachweis der praktischen Fähigkeiten***
– Drei ÖGUM/DEGUM/SGUM zertifizierte MSK Kurse:
(44 Stunden) mit folgender Struktur:
  1. Grundkurs (16 Stunden)
  2. Aufbau (16 Stunden)
  3. Abschlusskurs (12 Stunden) ggf. auch durch spezielle Module (z.B. Interventionen, Nervensonographie) ergänzt.

*Facharzt und aktive Ultraschalldiagnostik im Bereich Bewegungsorgane über einen Zeitraum von mindestens 2 Jahren begleitend (oder 6 Monate ständig) – ggf. Teil der Facharztausbildung

**Mindestens 400 eigenverantwortlich sonografisch untersuchte Patienten von denen 200 unter Supervision durchgeführt werden müssen. Die ersten 100 supervidierten Untersuchungen müssen vor dem Aufbaukurs erbracht werden.
In den Untersuchungen müssen folgende Regionen abgedeckt werden: Hand, Ellbogen, Schulter, Hüfte, Knie, Fuß, sonstige Weichteile
Die Supervision der ersten 100 Ultraschalluntersuchungen kann folgendermaßen erworben werden:
1. im Rahmen der Facharztausbildung
2. im Rahmen der zertifizierten Kurse, Sonohöhle (DLT)
3. in speziellen Trainingszentren für Ultraschall
4. im Rahmen von Hospitationen an einer öffentlichen oder privaten Institution

***Neben den 400 Untersuchungen werden die praktischen Fähigkeiten des Anwärters durch eine Live-Demo, z.B. im Rahmen des Abschlusskurses vom Kursleiter überprüft.

Weiterbildung / Rezertifizierung
–    Mindestens pro Jahr 10 CME-äquivalente Punkte durch sonografische Fortbildungsveranstaltungen (inkl. DLT, Sonographie-Veranstaltungen o.ä.) nachzuweisen
–    Mindestens 400 Patienten sollen eigenverantwortlich pro Jahr untersucht werden
–    Rezertifizierung nach 10 Jahren


Stufe 2 (Ausbilder)

Erforderlich für das Stufe II Zertifikat sind:
– bereits erlangte Stufe I
– Mindestens 4-jährige aktive Ultraschalldiagnostik
– Mindestens 2.000 Patienten sollen eigenverantwortlich sonografisch mit ca. 25% pathologischen Befunden untersucht werden oder alternativ 1.500 Patienten mit pathologischen Befunden.
– Eigene Untersuchungsfrequenz von mindestens 500 Patienten pro Jahr
– Mindestens 1 Jahr Mitgliedschaft in der ÖGUM
– Aktive Beteiligung als Tutor an Ultraschallkursen/Sonohöhle

Weiterbildung / Rezertifizierung
– Mindestens pro Jahr 15 CME-äquivalente Punkte durch sonografische Fortbildungsveranstaltungen (inkl. 3-Ländertreffen, eigene Ultraschallkurse o.ä.) nachzuweisen
– Mindestens 500 Patienten sollen eigenverantwortlich pro Jahr untersucht werden
– aktive Mitarbeit als Tutor bei ÖGUM (SGUM/DEGUM) Kursen/Sonohöhle
– Rezertifizierung nach 10 Jahren


Stufe 3 (Kursleiter)

Erforderlich für das Stufe III Zertifikat sind:
– bereits erlangte Stufe II für mindestens 2 Jahre
– Mindestens 5-jährige aktive Ultraschalldiagnostik im Fachgebiet
– insgesamt mindestens 5.000 eigenverantwortlich sonografisch untersuchte Patienten (500 pro Jahr)
– mindestens 10 wissenschaftliche Beiträge (Liste beilegen), davon mindestens 3 in begutachteter (Peer-Reviewed) Zeitschrift
– aktive Mitarbeit als Tutor bei ÖGUM (SGUM/DEGUM) Kursen/Sonohöhle
– Mindestens 3 Jahre Mitgliedschaft in der ÖGUM
– Fachgespräch im Vorstand

Weiterbildung / Rezertifizierung
– Mindestens pro Jahr 20 CME-äquivalente Punkte durch sonografische Fortbildungsveranstaltungen (inkl. 3-Ländertreffen, eigene Sonografie-Veranstaltungen o.ä.) nachzuweisen
– Mindestens 500 Patienten sollen eigenverantwortlich pro Jahr untersucht werden
– Veranstaltung von ÖGUM (SGUM/DEGUM) zertifizierten MSK Kursen zumindest alle 2 Jahre oder aktive Einbindung beim Dreiländertreffen
– Wünschenswert sind weitere Publikationen zu dem Thema muskuloskelettale Sonografie
– Rezertifizierung nach 10 Jahren

Oktober 2015
Ass. Prof. PD Dr. Claudia Schueller-Weidekamm für den AK Bewegungsapparat

Atlas of Neurosonology

20.05.2013
Publikation

Titianova, Niederkorn, Christova, Eds
Coty Ltd. 2008
ISBN: 978-954-90851-4-3

Standards

09.12.2013
Richtlinie & Standard / Echokardiographie

 

Die Echokardiographie hat sich in Österreich etwas abseits der ÖGUM und im Rahmen der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft (ÖKG) entwickelt, und so wurden bereits vor über 20 Jahren Richtlinien zur Ausbildung, Prüfung der entsprechenden Fähigkeiten und zur standardisierten Untersuchung entwickelt und seither regelmäßig aktualisiert.

Da die Arbeitsgruppe Echokardiographie der ÖKG als erste Sektion eine entsprechende standardisierte Prüfung der Untersucherfähigkeiten erarbeitete, die auch Voraussetzung für die Abrechenbarkeit der Untersuchung mit den Krankenkassen war und ist, werden weiterhin die diesbezüglichen Prüfungen ausschließlich von der AG Echokardiographie der ÖKG abgehalten und von der ÖKG die entsprechenden Dekrete ausgestellt.

Ausbildungsrichtlinien

Prüfungstermine

Echokardiographie-Kurse

Stenosegraduierung der A. Carotis interna

18.05.2015
Richtlinie & Standard / Gefäße

Tabelle aus dem Artikel „Ultraschallkriterien zur Graduierung von Stenosen der A. carotis interna – Revision der DEGUM-Kriterien und Transfer in NASCET-Stenosierungsgrade“

C. Arning1 , B. Widder2 , G. M. von Reutern3 , H. Stiegler4 , M. Görtler5

1Abt. Neurologie, Asklepios Klinik Wandsbek, Hamburg
2Klinik für Neurologie und Neurologische Rehabilitation, Bezirkskrankenhaus Günzburg
3Neurologische Praxis, Bad Nauheim
4Klinik für Angiologie, Klinikum Schwabing, München
5Klinik für Neurologie, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg

Publikation:
22.April 2010 (eFirst) © Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

 

 

Sonographie der Gefäße

20.05.2013
Richtlinie & Standard / Gefäße

Die Ultraschalldiagnostik ist ein Verfahren, dessen diagnostischer Ertrag in hohem Maße vom Ausbildungs- und Erfahrungsstand des Untersuchers abhängt und nur unter kompetenter Aufsicht und Anleitung erlernt werden kann. In den vorliegenden Ausbildungsrichtlinien des Arbeitkreises „Sonographie der Gefäße“ der ÖGUM werden die erforderlichen Untersuchungszahlen, die Ausbildungswege und –inhalte zur Erlangung der Qualifikation für Gefäßultraschalluntersuchungen definiert.

1. Untersuchungszahlen

Während der Weiterbildungs- bzw. Ausbildungszeit sind folgende Untersuchungen in den jeweiligen Anwendungsbereichen durch selbständige Durchführung und Dokumentation zu erbringen:

Extrakranielle hirnversorgende Gefäße:

100 Patienten cw-Dopplersonographie
100 Patienten farbkodierte Duplexsonographie

Intrakranielle hirnversorgende Gefäße:

100 Patienten pw-Dopplersonographie
100 Patienten farbkodierte Duplexsonographie

Extremitätenarterien und –venen:

50 Patienten cw-Dopplersonographie Arterien
100 Patienten farbkodierte Duplexsonographie Arterien
50 Patienten cw-Dopplersonographie Venen
100 Patienten farbkodierte Duplexsonographie Venen

Arterien und Venen des Abdomens:

100 Patienten farbkodierte Duplexsonographie

2. Ausbildungswege

Für die sonographischen Untersuchungen im jeweiligen Anwendungsgebiet (direktionale Dopplersonographie und Duplexsonographie) und Gefäßprovinz ist der Nachweis der Ausbildung wie folgt zu erbringen:

Entweder

2.1. im Rahmen der postpromotionalen Ausbildung zum Facharzt unter Anleitung

durch einen ÖGUM/Landesärztekammer-zertifizierten Ausbilder, der mindestens 4 Jahre Erfahrung mit der Methode und > 10-fache Zahl an Untersuchungen, die nach den Richtlinien für das Erlernen der Methode gefordert ist, eine jährliche Frequenz von mindestens 200 der betreffenden Untersuchung und eine aktuelle Geräteausstattung nachweisen kann.

oder

2.2. außerhalb der der Ausbildung zum Facharzt durch eine

• 6-monatige, ständige (annähernd ganztägige)Tätigkeit, oder
• 24-monatige, begleitende (halbtags an mindestens 2 Tagen/Woche) Tätigkeit
bei einem ÖGUM/Landesärztekammer-zertifizierten Ausbilder, der mindestens 4 Jahre Erfahrung mit der Methode und > 10-fache Zahl an Untersuchungen, die nach den Richtlinien für das Erlernen der Methode gefordert ist, eine jährliche Frequenz von mindestens 200 der betreffenden Untersuchung und eine aktuelle Geräteausstattung nachweisen kann.

oder

2.3. nach erfolgreicher Teilnahme an, von ÖGUM-Kursleitern durchgeführten, Kursen

mit theoretischer und praktischer Anleitung. Zwischen Grundkurs und Abschlusskurs muss ein Zeitraum von mindestens 9 Monaten liegen. Beim Abschlusskurs sind die Befunddokumentationen der nach 1. geforderten selbst durchgeführten Untersuchungen vorzulegen. Mindestens 20 der vorgelegten Befunddokumentationen in dem/den jeweiligen Anwendungsbereichen müssen pathologische Befunde enthalten.

3. Ausbildungsinhalte

Während der Ausbildung in den Ultraschallverfahren für die Gefäßdiagnostik sind folgende Inhalte dokumentiert zu vermitteln:
– Grundlagen der Ultraschallphysik
– Technik der Ultraschallgenerierung und des Ultraschallempfangs
– Verschiedene Ultraschalltechniken in der Gefäßdiagnostik
– Pre- und Postprocessing
– Geräteeinstellung
– Ultraschallartefakte
– Frequenzspektrumsanalyse
– Gebrauch von Echokontrastverstärkern
– Bioeffekte und Gefahren des Ultraschalls
– Anatomische Grundlagen und Varianten
– Hämodynamische Grundlagen
– Graduierung von Stenosen
– Untersuchungstechnik
– Patientenlagerung und Untersuchungsablauf
– Pathologische Befunde und Befundkonstellationen
– Befunddokumentation
– Wertigkeit und Konsequenzen erhobener Befunde
– Wissen über alternative und weiterführende Untersuchungsverfahren
– Möglichkeiten der ultraschallgezielten Interventionen

– ÖGUM-Mitgliedschaft

Information zur Aufwandsentschädigung bei Zertifizierungen:
Jedem Arbeitskreisleiter der ÖGUM ist es freigestellt, eine Aufwandsentschädigung für die Zertifizierung in maximaler Höhe von € 100,00 pro Antrag einzuheben.

R. Mathies für den AK Sonographische Gefäßdiagnostik
Korrekturen der Untersuchungszahlen nach Stellungnahme der Ö Ges für Angiologie vom 20.06.07

Ultraschall in der Schwangerschaft - die Qualitätsfrage

20.05.2013
Publikation

Ultraschall in der Schwangerschaft – die Qualitätsfrage
Häusler
Speculum; 24. Jahrgang 2/2006

Ultraschalldiagnostik in Geburtshilfe und Gynäkologie

20.05.2013
Publikation / Ausbildung

Springer Verlag, Auflage 2013
Gembruch, Hecher, Steiner
ISBN-13: 978-3642296321

Praxisorientiertes umfassendes Nachschlagewerk zur pränatalen, geburtshilflichen und gynäkologischen Sonografie und deren klinische Implikationen.
Unentbehrlich für die Fort- und Weiterbildung, auf dem neuesten Stand der klinischen Forschung.
Mit über 1500 exzellenten Abbildungen.

Ultraschall in Geburtshilfe und Gynäkologie – alle Anwendungsgebiete, alle Techniken,
das gesamte Themenspektrum präzise und umfassend!
Profitieren Sie vom Fachwissen namhafter Experten und lassen Sie sich durch die ganze Bandbreite der geburtshilflichen und gynäkologischen Sonografie fuhren. Dieses praxisorientierte Nachschlagewerk bietet detaillierte Informationen zu allen wichtigen Gesichtspunkten. Die verschiedenen Untersuchungstechniken werden diskutiert, physiologische und technische Grundlagen vorgestellt, klinische Aspekte explizit beleuchtet. Ob beispielsweise Pränatalmedizin, Fehlbildungsdiagnostik, chromosomale Syndrome oder Sonografie in der Gynäkologie, alle Kapitel beruhen auf der aktuellsten Literatur.

Dopplersonographie in Geburtshilfe und Gynäkologie

20.05.2013
Publikation

„Ein Leitfaden für die Praxis“
Steiner, Schneider
3. Auflage; Springer Verlag; 2012
ISBN-13: 978-3642209376

Die Dopplersonographie ist in der Geburtsmedizin die einzige Methode, mit der wissenschaftlich nachweisbar die perinatale Mortalität in Hochrisikokollektiven gesenkt werden kann. Das Konzept für das vorliegende Buch basiert auf den didak- tischen Unterlagen und Erfahrungen aus den Ausbildungskursen für die Dopplersonographie, die Beantwortung der Wünsche und Fragen der Teilnehmer sind in die Manuskripte eingeflossen. In praxisnaher Gestaltung werden Tips für den Einsatz und Hinweise auf mögliche Fehlerquellen sowohl für Anfänger aber auch für den erfahrenen Kliniker angeboten. Das Kompendium ist eine wertvolle Vorbereitungsunterlage auf die in Deutschland derzeit vorgesehene praktische Prüfung und das theoretische Kolloquium für die Zulassung zur Abrechnung der Dopplersonographie in Klinik und Praxis.

Dateien:
Vorwort (11.3K)

Standarddokumentation der Sonografie des kindlichen Neurokraniums

20.05.2013
Richtlinie & Standard / Kinderheilkunde

Riccabona M, Schweintzger G, vonRohden L, Zoder G, Vergesslich C, Hahn H, Staudt F, Leidig E, Deeg KH

Apparative Mindestvoraussetzung
– Sektorschallkopf (transfontanellär und transtemporal)
– Linearschallkopf (Hirnoberfläche)
– Frequenz:
o 7 MHz Frühgeborene
o 5 MHz Säuglinge / Reifgeborene
o 3.5 MHz ältere Säuglinge
o (für transtemporalen US: Frequenz nach Verknöcherungsgrad / Alter, 5-2MHz)
– Auf Intensivstation: Möglichkeit zur Farbdopplersonografie + PW-Dopplersonografie

Beachte: möglichst niedriger mechanischer (MI), thermischer Index (TI) und niedrige Schallenergie (Watt),
kurze Untersuchungsdauer, insbesondere bei schwer kranken Frühgeborenen

Standarddokumentation des Normalbefundes (transfontanellärer US)

1.) Symmetrischer Koronarschnitt durch die Vorderhörner der Seitenventrikel
2.) Symmetrischer Koronarschnitt durch die Foramina Monroi
3.) Symmetrischer Koronarschnitt durch die Hinterhörner / Trigona der Seitenventrikel
4.) Medianer Sagittalschnitt durch 3. und 4. Ventrikel, bzw. Balken
5.+6.) Je ein Parasagittalschnitt durch Seitenventrikel links und rechts
7.+8.) Bei Frühgeborenen zusätzlich periventrikulärer, parasagittaler Schnitt durch Marklager bds.

Beachte:
– Dokumentation jeder Untersuchung
– Seitenidentifikation: Beschriftung oder Piktogramm,
– sagittal: okzipital = rechte Bildseite, koronar: rechts = linke Bildseite
– Pathologische Befunde in zwei Ebenen darstellen und vermessen
=> siehe unter: „Erweiterte Dokumentation“
– Weitere Schnitte je nach Fragestellung in Verantwortlichkeit des/der Untersuchers/-in

Erweiterte Dokumentation

1-6 (-8) wie unter: Normalbefund
+ gezielte Zusatzschnitte (z.B. 4.Ventrikel koronar, …)
+ Gehirnoberfläche durch die Fontanelle mit hochauflösendem Linearschallkopf
+ Dokumentation und Vermessung jeder diagnoserelevanten Struktur
+ weitere Zugangswege:
o kleine Fontanelle: bei Frage nach periventrikulärer Leukomalazie
o posterolaterale Fontanelle: transokzipital
o transtemporal / transsphenoidal
– bei Traumaanamnese, nach Verschluss der Fontanellen, …

Standarddokumentation Dopplersonografie

Farbdopplersonografie:
Darstellung der Gefäßanatomie, des Gefäßverlaufes und der Flussrichtung

1+2) Koronarschnitt:
o ACI (Arteria carotis interna) und Abgänge der ACM (Arteria cerebri media)
o AB (Arteria basilaris) und Aa.vertebrales
3) Sagittalschnitt:
o ACA (Arteria cerebri anterior) mit AB
o Sinus sagittalis superior, Vena cerebri magna, Sinus rectus

PW-Duplexdopplersonografie:
Dokumentation der Flussprofile in der Ebene der besten Erfassbarkeit (ACA, ACI, AB)
Dokumentation in Kombination mit Farbdopplersonografie
o falls notwendig Winkelkorrektur (> 20°)
o Vsyst, Vend.diast , TAV (=Time Average Velocity)
o RI (Resistance Index nach Pourcelot)
o bei pathologischem Fluss: Korrelation zu einer großen abdominellen Arterie
o bei Hydrocephalus: evtl. Fontanellendruckversuch

Erweiterte Dopplersonografie

(Gepulste Dopplersonografie, farbkodierte Dopplersonografie, amplitudencodierte FDS)

Entsprechend der Erkrankung der Kindes und der klinischen Fragestellung sind weitere relevante Gefäßabschnitte inklusive des venösen Schenkels, eines transtemporalen Zugangs, und eines Seitenvergleichs zu untersuchen und zu dokumentieren.
– transfontanellär: Venae cerebri internae, Vena magna Galeni, Sinus rectus, Sinus sagittalis superior, Brückenvenen
– transtemporal: ACM (M1-Segment), ACA (A1-Segment), A. cerebri posterior (P1- und P2-Segment)

Weitere PW-DDS Messwerte:
o TAMX Time Average Maximum Velocity
o PI Pulsatilitäts-Index nach Gosling

Für Inhalt verantwortlich
ÖGUM, Arbeitskreis für Sonografie im Kindesalter, Währinger Gürtel 18-20, A- 1090 WIEN, Österreich
In Zusammenarbeit mit DEGM, Sektion für Sonografie im Kindesalter

Kontaktadresse: Prof. Dr. Michael Riccabona, Univ. Klinik für Radiologie, klin. Abteilung für Kinderradiologie,
Universitätsklinikum Graz, Auenbruggerplatz, A – 8036 Graz, Österreich
Email: michael.riccabona@klinikum-graz.at
www.univie.ac.at/oegum und www.DEGUM.de

Sonografie im Neugeborenen- und Kindesalter

20.05.2013
Richtlinie & Standard / Kinderheilkunde

ÖGUM-Ausbildung – Sonografie im Neugeborenen- und Kindesalter
(=„pädiatrische Sonografie“)

Adaptierte Fassung – Vorschlag nach Einarbeitung der „Musterverordnung“ Juli 2007

Vorschläge für die Ausbildungskriterien und –erfordernisse / -gruppen
– Stufenkonzept, Rezertifizierung, Diskussionspunkte …

Inhalt:
Befähigung zur „Hüftsonografie in Säuglingsalter“in 3 Stufen
Befähigung zur „Sonografie im Neugeborenen- und Kindesalter“ in 3 Stufen
• immer inkludiert: Abdomen, Gehirnschädel, alle Small Parts
• Subspezifikationen für bestimmte Fächer, insbesondere „kindlicher Urogenitaltrakt“ (Urologie) in Diskussion und nicht eingearbeitet

Ausbildung:
• In Anlehnung an bestehenden Strukturen und Ausbildungserfordernisse
• Versuch der EFSUMB – Kompatibilität
• Immer Grund- und Aufbaukurs vorgesehen, bei Hüftsonografie auch Abschlusskurs
• Zusätzlich Minimalfallzahlen und Testat / Fachgespräch

Rezertifizierung: 
• für alle Stufen und Qualifikationen alle 5 Jahre
Anerkennung der Qualifikation und Rezertifizierung (= verpflichtender Nachweis von Fortbildung) für alle Stufen inklusive Ausbildnerstatus – wie schon in der Ausbildung – nur personenbezogen

Hüftsonografie in Säuglingsalter

Stufe 1 = sonografische Basisdiagnostik

Im Prinzip gleiche Ausbildungsregeln wie bisher, kann als eigene Spezifikation erworben werden
sonst als Teil der Stufe 1 (entsprechende Kurse & Fallzahlen vorausgesetzt) der „Pädiatr. Sonografie“

• ÖGUM-Mitgliedschaft
• 1 Grundkurs, 8h
o pädiatrisch-interdisziplinärer Grundkurs kann dafür angerechnet werden
• 1 Aufbaukurs (Grund- und Aufbaukurs in einem Doppelkurs möglich), 16h
• 1 Abschlusskurs (frühestens nach 6 Monaten Praxis), 8h
• mindestens 200 selbständig durchgeführte, dokumentierte, von zertifiziertem AusbildnerIn supervidierten Hüftuntersuchungen (= 100 Patienten mit 2 Hüften)
• Zuerkennung nach Überprüfung durch AusbildnerIn / KursleiterIn auf Antrag
o nach Vorlage der Unterlagen (= in Text und Bild dokumentierte Untersuchungen) im „Fachgespräch“

Anmerkung: Berufsbegleitende Ausbildung ist prinzipiell möglich, aber Anforderungen wie oben d.h.: „Hüftsonografie“ AusbildnerIn / KursleiterIn vor Ort,
diese(r) supervidiert und kontrolliert die US-Untersuchungen. Inhalte / Kurse & Untersuchungszahl entsprechend den Ausbildungserfordernissen, Zuerkennung wie oben definiert

Stufe 2 = hochqualifizierte Sonografie [und (auf Antrag) AusbildnerIn]

Voraussetzungen:

o ÖGUM-Mitgliedschaft
o Mindestens 5 Jahre Hüftultraschallpraxis nach Erlangen der Befähigung zur Stufe 1
o Abgeschlossene Facharztausbildung
• (Kinder)Orthopädie, (Kinder)Chirurgie, (Kinder)Radiologie, Pädiatrie
o Regelmäßige, auch theoretische sonografische Weiterbildung (10 CME/DFP Punkte / Jahr)
• oder Hospitation von mindestens 4 Wochen bei zertifiziertem AusbildnerIn / KursleiterIn
– diese kann in 4 Einzelwochenblöcke gesplittet erfolgen
o Mindestens 1000 eigenständig durchgeführte dokumentierte Hüftultraschalluntersuchungen
• davon mindestens 5% pathologische Befunde
o Gerätespezifikation: Entsprechend der jährlich aktualisierten ÖGUM Weisliste
o Zuerkennung: nach positivem Fachgespräch mit KursleiterIn
• Für Ausbildnerzuerkennung: ÖGUM Mitgliedschaft
o Positives Fachgespräch vor ÖGUM-Kommission auf Antrag
– besetzt durch je 1 KursleiterIn des Arbeitskreis für Ultraschall im Kindesalter und des Arbeitskreis für Ultraschall am Stütz- und Bewegungsapparat, sowie 1 Beauftragte(n) der zuständigen Fachgesellschaft

Stufe 3 = KursleiterIn

Voraussetzungen:

o ÖGUM-Mitgliedschaft
o mindestens 2 Jahre Hüftultraschallpraxis nach Erlangen der Befähigung zur Stufe 2
o Mindestens 2000 eigenständig durchgeführte dokumentierte Hüftultraschalluntersuchungen
• davon mindestens 5% pathologische Befunde
o Regelmäßige aktive Teilnahme an Hüftultraschallfortbildungs-/ -ausbildungsveranstaltungen
o Gerätespezifikation: Entsprechend der jährlich aktualisierten ÖGUM Weisliste
o Mindestens 3 zitierbare Publikationen (1 als ErstautorIn) zur Säuglingshüftsonografie
• Vortag mit zitierbarem Abstract, wissenschaftliche Arbeit, Buchbeitrag …
o Nachweis didaktischer Fähigkeiten
• durch Didaktikseminar, regelmäßige Besprechungsleitungen, oder Erfahrung in Fort- / Aus- und Weiterbildung, z.B. Studenten, Kollegen, Schwesternschule …
• Habilitation in diesem Bereich, bzw. einer Habilitation gleichzusetzende Tätigkeit (BereichsleiterIn, entsprechende Lehr-/ Publikationstätigkeit …)
• Zuerkennung: Positives Fachgespräch vor ÖGUM – Kommission
• besetzt durch je 1 KursleiterIn des Arbeitskreis für Ultraschall im Kindesalter und des Arbeitskreis für Ultraschall am Stütz- und Bewegungsapparat, sowie 1 Beauftragte(n) der zuständigen Fachgesellschaft

Rezertifizierung

Eine Rezertifizierung ist für alle Stufen der Säuglingshüftsonografie alle 5 Jahre vorgesehen
Kriterien
• Alle betroffen: Stufe 1–3, i.e.: BasisuntersucherIn wie auch AusbildnerIn und KursleiterIn
• 10 DFP(CME)- Punkte / Jahr aus kontinuierlicher (hüft)sonografischer Fortbildung
• Anhaltende aktive Tätigkeit als SonografeurIn / AusbildnerIn / KursleiterIn
– entsprechend der jeweiligen Qualifikation
• Erfolgt auf Antrag nach Nachweis der Erfüllung der geforderten Kriterien
• ÖGUM-Mitgliedschaft

Sonografie im Neugeborenen- und Kindesalter = „Pädiatrische Sonografie“

Stufe 1 = sonografische Basisdiagnostik

o ÖGUM-Mitgliedschaft
o 1 Grundkurs (pädiatrisch oder interdisziplinär), 20h
o 1 Aufbaukurs pädiatrische Sonografie (Schädel, Abdomen, Small Parts), 20h
o 1 Abschluss- oder Refresher- / Fortgeschrittenenkurs in pädiatrischer Sonografie, 8h
– frühestens nach 6 Monaten
– alternativ zertifizierte Hospitation
Wenn die Säuglingshüftsonografiebefähigung mit angestrebt wird, zusätzlich:
o 1 Aufbaukurs Hüftsonografie in Säuglingsalter, 16h
o 1 Abschlusskurs Hüftsonografie in Säuglingsalter (frühestens nach 6 Monaten), 8h
– Hüft-US Grundkurs kann durch „interdisziplinären Grundkurs“ ersetzt werden
• Nachweis von mindestens 500 selbständig durchgeführten, entsprechend den Empfehlungen in Text und Bild dokumentierten und von (ÖGUM-/DEGUM-) AusbildnerIn supervidierten Untersuchungen (+ 200 Hüften*), davon:
o mindestens 100 neonatale / kleinkindliche Gehirnschädel
o mindestens 350 kindliche Abdomen (davon 100 im ersten Lebensjahr)
o mindestens 50 Small Parts
– Schilddrüse, Lymphknoten, Hoden, Leiste, Coxitishüfte, etc.., EXCLUSIVE Säuglingshüften
o mindestens 15% pathologische Befunde (altersentsprechende Fragestellung & Krankheitsbilder)
o mindestens 200 Säuglingshüftpaare (= 100 PatientInnen mit 2 Hüften), *
– entsprechend den Hüft-US Ausbildungserfordernissen. Fehlen Aufbau- sowie Abschlusskurs zur „Säuglingshüfte“, wird die Säuglingshüftultraschallausbildung nicht mitzertifiziert
• Gerätespezifikation: entsprechend der jährlich aktualisierten ÖGUM Weisliste
o Schallkopfausstattung: altersspezifische Schallkopfpalette mit entsprechenden Frequenzen
– Linearschallkopf mit entsprechender Nahfeldauflösung obligat
• Zuerkennung nach Überprüfung durch AusbildnerIn im „Fachgespräch“ auf Antrag nach Vorlage der Unterlage (= in Text und Bild dokumentierte Untersuchungen)

Anmerkung:
Berufsbegleitende Ausbildung ist prinzipiell unter folgenden Voraussetzungen möglich:
1) Oben definierte Kriterien sind nachweisbar erfüllt (dokumentiert)
2) Die Ausbildungsstätte verfügt über 1 UntersucherIn der Stufe 2 / 3 in pädiatrischer Sonografie
– nachweislich fortlaufende Supervision & Unterweisung (auch theoretisch) durch AusbildnerIn vor Ort
3) Alternativ zu Punkt 2 einmonatige Hospitation auf einer entsprechenden Fachabteilung
– diese kann bei Bedarf in 4 Einzelwochenblöcke gesplittet erfolgen

Stufe 2 = Hochqualifizierte Sonografie [und (auf Antrag) AusbildnerIn]:

• ÖGUM-Mitgliedschaft
• Mindestens 5 Jahre aktive pädiatrische Sonografie in Stufe 1
• Abgeschlossene Facharztausbildung in Kinderheilkunde, Kinderchirurgie, Kinderradiologie
• Mindestens 2000 selbständig durchgeführte und dokumentierte Untersuchungen
o mindestens 400 neonatale / kleinkindliche Gehirnschädel
o mindestens 900 kindliche Abdomen (davon 300 im ersten Lebensjahr)
o mindestens 300 Small Parts (Hals/Schilddrüse/Lymphknoten, Hoden, Leiste, Coxitishüfte …)
o mindestens 400 Säuglingshüftpaare (= 200 Patienten mit 2 Hüften)
o Dopplersonografie und Verwendung moderner Verfahren in mindestens 20%
o mindestens je 20% pathologische Befunde (entsprechende häufige und relevante Fragestellungen & Krankheitsbilder), ausgenommen Hüfte (dort 5% pathologische Befunde)
• Gerätespezifikation: Entsprechend der jährlich aktualisierten ÖGUM Weisliste
o Dopplersonografieoption obligat
• Kenntnisse und (auch gerätetechnische) Möglichkeit für mindestens 3 der folgenden modernen US-Techniken und -verfahren / Anwendungen:
o amplitudenkodierte Farbdopplersonographie, Harmonic imaging, Image compounding, extended field-of-view, US-gezielte Biopsie/Punktion/Intervention, M-mode, 3D/4DUS, kontrastverstärkter US
• Nachweis regelmäßiger und aktiver Fortbildung in pädiatrischer Sonografie
o Teilnahme an US-Kongressen, Refresherkursen …= 10 CME/DFP Punkte / Jahr
o Alternativ 3-monatige Hospitation an obigen Kriterien entsprechenden Ausbildungsstätte
– unter Supervision 1 AusbildnerIn / KursleiterIn, mit dort regelmäßiger selbstständiger Durchführung der Sonografie; diese kann auch in Einzelblöcke gesplittet absolviert werden
• Zuerkennung nach positivem „Fachgespräch“ mit KursleiterIn
• Für Ausbildnerzuerkennung: auf Antrag
o ÖGUM Mitgliedschaft
o Positives Fachgespräch vor ÖGUM-Kommission
– besetzt durch je 1 KursleiterIn des Arbeitskreis für Ultraschall im Kindesalter und des Arbeitskreis für Ultraschall am Stütz- und Bewegungsapparat, sowie 1 Beauftragte(n) der zuständigen Fachgesellschaft

Anmerkung:
• Berufsbegleitende Ausbildung (z.B. im Rahmen der Facharztausbildung) ist prinzipiell möglich, wenn alle oben definierte Voraussetzungen gewährleistet sind und die Einrichtung über eine(n) KursleiterIn verfügt.

Stufe 3 = KursleiterIn

Voraussetzungen:
o mindestens 2 Jahre Praxis in pädiatrischer Sonografie nach Erlangen der Befähigung zur Stufe 2
o Mindestens 3000 eigenständig durchgeführte dokumentierte Untersuchungen
• regelmäßig Untersuchungen aller Regionen
• mindestens 25% alters- und regionsbezogen typische Pathologien
• regelmäßige Anwendung der meisten moderner Ultraschallverfahren
– Kenntnis aller modernen etablierten Ultraschallverfahren
o Regelmäßige aktive Teilnahme an Fort- und Ausbildung in (pädiatrischer) Sonografie
• Teilnahme und Organisation / Abhaltung regelmäßiger Fall- und Ultraschallbesprechungen
• Ultraschallausbildungskurse und -tätigkeit
o Gerätespezifikation: Entsprechend der jährlich aktualisierten ÖGUM Weissliste
o Mindestens 3 zitierbare Publikationen (1 als ErstautorIn) zur pädiatrischen Sonografie
• Vortag mit zitierbarem Abstrakt, wissenschaftliche Arbeit, Buchbeitrag …
o Nachweis didaktischer Fähigkeiten
• durch Didaktikseminar, regelmäßige Besprechungsleitungen, oder Erfahrung in Fort- und Ausbildung, z.B. Studenten, Kollegen, Schwesternschule …
• bzw. Ultraschallabteilungs- / -bereichs- / -sektionsleiterIn oder Habilitation in diesem Bereich
= Habilitation in diesem Bereich, bzw. einer Habilitation gleichzusetzende Tätigkeit
o ÖGUM – Mitgliedschaft
o Zuerkennung nach positivem Kolloquium vor ÖGUM-Kommission
– besetzt durch je 1 KursleiterIn für pädiatrische Sonografie und für Sonografie des Stütz- und Bewegungsapparates, sowie 1 Beauftragte(n) der zuständigen Fachgesellschaft

Rezertifizierung

Prinzipiell ist eine Rezertifizierung für alle Stufen der pädiatrische Sonografie alle 5 Jahre vorgesehen
Kriterien
• Alle betroffen: Stufe 1–3, i.e.: BasisuntersucherIn wie auch AusbildnerIn und KursleiterIn
• 10 DFP(CME)- Punkte / Jahr aus kontinuierlicher (kinder)sonografischer Fortbildung
• Anhaltende aktive Tätigkeit als SonografeurIn / AusbildnerIn / KursleiterIn
– entsprechend der jeweiligen Qualifikation
• Erfolgt auf Antrag nach Nachweis der Erfüllung der geforderten Kriterien
• ÖGUM-Mitgliedschaft

Information zur Aufwandsentschädigung bei Zertifizierungen:
Jedem Arbeitskreisleiter der ÖGUM ist es freigestellt, eine Aufwandsentschädigung für die Zertifizierung in maximaler Höhe von € 100,00 pro Antrag einzuheben.

Aktivitäten

20.05.2013 Aktuelles/Info / Kinderheilkunde

  1. Erarbeitung und Erstellung der Dokumentationsleitlinien für die Schädelsonografie im Neugeborenen und Kindesalter; selbige wurden nach Abgleich mit der DEGUM als gemeinsame Leitlinie der ÖGUM und DEGUM herausgegeben und auf den Webseiten publiziert.Ebenso wurden diese in der Zeitschrift „Ultraschall in der Medizin“ und als Plakat (erhältlich über ÖGUM, DEGUM, und Fa. Acuson / Siemens -übernahm dankenswerter Weise die Kosten für das Plakat) publiziert. Vorstellung derselben am Dreiländertreffen 2004 / Hannover.
  2. Dokumentationsempfehlungen für abdominelle Sonografie im Kindes- und Jugendalter: Riccabona M., Schweintzger G., Hahn H., Schmitz-Stolbrink A., Leidig E., Deeg KH., Feldkamp A.Arbeitskreis für Ultraschall im Kindesalter der ÖGUM und Sektion Pädiatrie der DEGUMNach jahrelangem Bemühen, unzähligen Vorschlägen, teils hartnäckigen und lebhaften Diskussionen, vielen Änderungen und Einarbeiten von diversen Anregungen ist nun endlich eine neue gemeinsame Empfehlung des Arbeitskreis für Ultraschall im Kindesalter der ÖGUM und der Sektion Pädiatrie der DEGUM fertig. Diese wurde mit folgenden Zielen entwickelt:Die Empfehlung sollte der beim Ultraschalldreiländertreffen 2004 in Hannover als Plakat präsentierten und im Ultraschall in der Medizin veröffentlichten, gemeinsam entwickelten Dokumentationsleitlinie zur pädiatrischen Schädelsonografie entsprechen. Sie sollte als Qualitätsmanagementmaßnahme einen gewissen Mindeststandard in Bezug auf die Dokumentationserfordernisse bei der Abdominalsonografie im Kindesalter beschreiben, und indirekt damit auch auf Minimalerfordernisse des Untersuchungsgangs und des Untersuchungsinhalts einwirken. Dieses dient sowohl der Vergleichbarkeit verschiedener Untersuchungen (standardisierte Schnittebenen…) wie der Argumentation des Bedarfs und Aufwandes gegenüber den verschiedensten Stellen.Sie stellt eine „Minimalerfordernis“ dar, der sowohl in Kliniken wie auch im niedergelassenen Bereich ohne zuviel Aufwand und Kosten Rechnung getragen werden kann; eine ausführlichere Dokumentation bleibt selbstverständlich dem Untersucher, bzw. den einzelnen Institutionen und Praxen überlassenSie sollte kurz, einfach, verständlich, übersichtlich und breit anwendbar sein, und die häufigsten Fragestellungen beim Kind umfassen. Sie kann nicht alle erdenklichen Details inkludieren, auf ebenso wenig auf alle Eventualitäten eingehen, nicht alle Indikationen und Applikationen, bzw. Ultraschall-Möglichkeiten beinhalten, und schon gar keine sono-anatomische oder ultraschalllehrbuchartige Abhandlung darstellen.Unter diesen Kautelen wurden mit Einbeziehung örtlicher Gepflogenheiten und den üblichen Ultraschallstandarddokumentationsschnittebenen nach Diskussion in den Sektionen die eingebrachten Vorschläge und Entwürfe in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe eine konsensuell bearbeitet und die nun vorzustellende Dokumentationsempfehlung erarbeitet, den ÖGUM und DEGUM AK-, bzw. Sektionsmitgliedern vorgelegt und schlussendlich (nach einarbeiten kleinerer Änderungswünsche) angenommen. Es wird zusätzlich zu dieser Auflistung wieder ein Plakat gedruckt und aufgelegt werden; ein erstes Plakat ist in Arbeit und wird beim Ultraschalldreiländertreffen 2006 in Graz vorgestellt und ausgegeben werden („Standarddokumentation des Normalbefundes beim Ultraschall des kindlichen Abdomens“). Ein zweites Plakat, das die Standarddokumentation des kindlichen Harntraktultraschalls behandelt, ist für nächstes Jahr geplant.Zusätzlich werden die Dokumentationsempfehlungen wieder auf den Webseiten der ÖGUM und DEGUM aufliegen; die Plakate kann man dann auch via ÖGUM- und DEGUM Sekretariat (teilweise unter Ersatz der Versandspesen) beziehen. Ebenso wird die Fa. Siemens, die dieses Plakat freundlicherweise sponsert, das Plakat nach Maßgabe von Verfügbarkeit ausgeben, bzw. verteilen.Wir hoffen somit, zur Qualitätssicherung und Standardisierung dieses im Kindesalter besonders wichtigen bildgebenden Diagnostikums beitragen gekonnt zu haben, sowie auf ebenso rege Annahme und Verwendung dieser Empfehlung wie zuletzt des Schädelsonografieplakats und der Schädelultraschalldokumentationsleitlinie. September 2006, für die Arbeitsgruppe – Riccabona
  3. Zahlreiche Fortbildungsaktivitäten, insbesondere von Dr. Schweintzger (in Kooperation mit der DEGUM), Dr. Riccabona, und Dr. Klabuschnigg.

Kopf und Hals

Richtlinie & Standard / Kopf/Hals

A Sonografische Basisdiagnostik – Stufe I

Anforderungen:

1) Mitgliedschaft ÖGUM

2) Absolvierung von ÖGUM zertifizierter Grund- und Fortgeschrittenenkurse Kopf/Hals im Ausmass von zumindest 16 Stunden.

3) Nachweis von mindestens 200 eigenständig, supervidiert durchgeführter Ultraschalluntersuchungen (Small parts Sonografie des Kopf Hals).
Diese sind in Text und Bild dokumentiert und werden von einem Ausbildner in einem Fachgespräch überprüft.

Die ÖGUM Stufe 1 entspricht den Anforderungen für das Zertifikat Sonografie der Österreichischen Ärztekammer. Beide Qualifikationen sind getrennt bei den zuständigen Stellen (ÖGUM bzw. ÖsterreichischeÄrztekammer) zu beantragen.

 

B Hochqualifizierte Sonographie – Stufe 2- Ausbilder

Anforderungen:

1) Mitgliedschaft ÖGUM

2) Mindestens ein Jahr ÖGUM Stufe 1 Kopf/Hals

3) Abgeschlossene Facharztausbildung

4) Nachweis regelmäßiger theoretischer Weiterbildung auf dem Gebiet der Kopf/Hals Sonografie und Referententätigkeit bei Ultraschallkursen.

5) Nachweis einer Untersuchungsfrquenz von jährlich mindestens 200 durchgeführter Ultraschalluntersuchungen im Bereich Kopf Hals. Diese sind in Text und Bild dokumentiert und beinhalten gegebenfalls differenziertes Tumor- und Lymphknotenstaging sowie neue Ultraschalltechniken und Interventionen.

6) positives Fachgespräch und Nachweis der didaktischen Befähigung mit einem Kursleiter und Vertreter der Fachgesellschaft

 

C Kursleiter – Stufe 3

1) Mitgliedschaft ÖGUM

2) ÖGUM Stufe 2 Qualifikation

3) Nachweis über wissenschaftliche Tätigkeit auf dem Gebiet der Kopf/Hals Sonografie und Referententätigkeit bei Ultraschallkursen.

4) Nachweis einer Untersuchungsfrquenz von jährlich mindestens 500 durchgeführter Ultraschalluntersuchungen im Bereich Kopf Hals.

5) Positives Fachgespräch und Nachweis der didaktischen Befähigung mit den Arbeitskreisleitern und dem ÖGUM Vorstand.

 

Information zur Aufwandsentschädigung bei Zertifizierungen:
Jedem Arbeitskreisleiter der ÖGUM ist es freigestellt, eine Aufwandsentschädigung für die Zertifizierung in maximaler Höhe von € 100,00 pro Antrag einzuheben.

Schildrüsensonographie

Richtlinie & Standard / Kopf/Hals

A Sonographische Basisdiagnostik – Stufe I

Anforderungen:

1) Mitgliedschaft ÖGUM

2) Absolvierung von ÖGUM zertifizierter Grund- und Fortgeschrittenenkurse Kopf/Hals – Schilddrüse im Ausmass von zumindest 16 Stunden.

3) Nachweis von mindestens 150 eigenständig, supervidiert durchgeführter Ultraschalluntersuchungen der Schilddrüse. Diese sind in Text und Bild dokumentiert und werden von einem Ausbildner in einem Fachgespräch überprüft.

Die ÖGUM Stufe 1 entspricht den Anforderungen für das Zertifikat Sonografie der Österreichischen Ärztekammer. Beide Qualifikationen sind getrennt bei den zuständigen Stellen (ÖGUM bzw. ÖsterreichischeÄrztekammer) zu beantragen.

 

B Hochqualifizierte Sonographie – Stufe 2- Ausbilder

Anforderungen:

1) Mitgliedschaft ÖGUM

2) Mindestens ein Jahr ÖGUM Stufe 1 Schilddrüse

3) abgeschlossene Facharztausbildung

4) Nachweis regelmäßiger theoretischer Weiterbildung auf dem Gebiet der Schilddrüsen-Sonografie und Referententätigkeit bei Ultraschallkursen.

5) Nachweis einer Untersuchungsfrquenz von jährlich mindestens 1000 durchgeführter Ultraschalluntersuchungen im Bereich Schilddrüse. Diese sind in Text und Bild dokumentiert und beinhalten gegebenfalls differenziertes Tumor- und Lymphknotenstaging sowie neue Ultraschalltechniken und Interventionen.

6) Positives Fachgespräch und Nachweis der didaktischen Befähigung mit einem Kursleiter und Vertreter der Fachgesellschaft.

 

C Kursleiter – Stufe 3

1) Mitgliedschaft ÖGUM

2) ÖGUM Stufe 2 Qualifikation

3) Nachweis über wissenschaftliche Tätigkeit auf dem Gebiet der Schilddrüsen-Sonografie und Referententätigkeit bei Ultraschallkursen.

4) Nachweis einer Untersuchungsfrquenz von jährlich mindestens 1500 durchgeführter Ultraschalluntersuchungen im Bereich Kopf Hals.

5) Positives Fachgespräch und Nachweis der didaktischen Befähigung mit den Arbeitskreisleitern und dem ÖGUM Vorstand.

 

Information zur Aufwandsentschädigung bei Zertifizierungen:
Jedem Arbeitskreisleiter der ÖGUM ist es freigestellt, eine Aufwandsentschädigung für die Zertifizierung in maximaler Höhe von € 100,00 pro Antrag einzuheben.

Schilddrüsen Ultraschall Kursbuch

20.05.2013
Publikation

Das Skritptum zum österreichischen Schilddrüsen-Ultraschallkurs
www.facultas.wuv.at
ISBN 978-3-7089-0963-9

Mammasonographie

20.05.2013
Richtlinie & Standard / Mamma

Die Mammasonographie wird von approbierten Fachärzten für Radiologie und Gynäkologie durchgeführt.

A Sonographische Basisdiagnostik – Stufe 1

1. Inhalte und Aufgaben:

1.1. Kenntnis der Mamma- und Axillapalpation
1.2. Kenntnis der Indikationen und Limitationen der Mammasonographie
1.3. Kenntnis der Sonoanatomie der weiblichen Brust mit ihren physiologischen alters- und zyklusabhängigen Erscheinungsformen (ausschließlich Gravidität)
1.4. Kenntnis der Sonoanatomie der Axilla
1.5. Kenntnis der Sonopathologie der Mamma und axillären Lymphknoten
1.6. Detektion von Mamma-Herdbefunden mit Differenzierung in solide oder zystisch
1.7. Kenntnis der Ultraschall BI-RADS analogen Bewertungskriterien
1.8. Differenzierung von Herdbefunden in benigne oder malignitätsverdächtig an Hand von BI-RADS analogen Sonokriterien
1.9. Detektion pathologischer Axilla-Lymphknoten

Der Untersucher ist in der Lage zu entscheiden, inwieweit seine Ergebnisse ausreichend sind. Eine Ultraschall BI-RADS analoge Bewertung (Klassifikation1-5) ist zwingend. Ab einer Befundeinschätzung von BIRADS 3 muss die Patientin an Stufe 2 oder Stufe 3 zur Zweitbeurteilung vorgestellt werden.

2. Ausbildungserfordernis:

2.1. Theoretische Ausbildung im Ausmaß von 40 Stunden nach den Richtlinien der ÖGUM:
Grundkurs (20 Stunden): technische Grundlagen und Ausbildung in o.a. Inhalten.
Fortgeschrittenenkurs (20 Stunden): frühestens 9 Monate nach dem Grundkurs zur Vertiefung. Alternativ zum Fortgeschrittenenkurs können 20 Stunden ÖÄK-DFP zertifizierte Weiterbildungen in Mammasonographie absolviert werden.

2.2. Praktische Ausbildung: 250 unter Supervision durchgeführte Untersuchungen, davon 25% pathologisch (mindestens 25 Mammakarzinomfälle). Diese sind in Text und Bild dokumentiert und werden von einem Ausbildner in einem Fachgespräch überprüft.

3. ÖGUM-Mitgliedschaft

B Hochqualifizierte Sonographie – Stufe 2- Ausbilder

1. Inhalte und Aufgaben:

1.1. Zweitbeurteilung eines Mammabefundes einer Stufe 1 Einschätzung ab BI-RADS 3 oder höher
1.2. Spezielle mammasonographische Fragestellung, seltene Befunde und Krankheitsbilder (einschließlich der männlichen Brust)
1.3. Kenntnis der Indikationen und Limitationen der Mammasonographie im Vergleich mit Mammographie und Mamma MRT
1.4. Kenntnis in speziellen Untersuchungstechniken wie 3D/4D Mammasonographie
1.5. Kenntnis der Sonoanatomie und Sonopathologie der weiblichen Brust während der Gravidität
1.6. Kenntnis und Fertigkeiten in sonographisch geführten Mammainterventionen
1.7. Kenntnis technischer Innovationen (z.B. Elastographie)
1.8. Ausbildung in sonographischer Basisdiagnostik

2.Qualifikationserfordernis:

2.1. Nachweis der Stufe 1 Berechtigung
2.2. Mindestens 2 Jahre Stufe 1
2.3. Facharztzuerkennung für Radiologie oder Gynäkologie
2.4. regelmäßige theoretische mammasonographische Weiterbildung (10 CME-, ÖÄK-DFP Punkte /Jahr)
2.5. mindestens 2000 selbständig durchgeführte und dokumentierte Untersuchungen
2.6. positives Fachgespräch mit einem Kursleiter
2.7. ÖGUM-Mitgliedschaft

C Kursleiter – Stufe 3

1. Inhalte und Aufgaben:

Stufe 3-Untersucher sind Referenz-Experten in ihrem Fachgebiet für spezielle Fragestellungen. Sie sind zuständig für die Supervision der Ausbildung in Stufe 1 und 2, sowie für gutachterliche Fragen. Sie verwenden einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit für Mammasonographien, Unterricht und Weiterentwicklung der Sonographie.

2. Qualifikationsnachweis:

2.1. Erfüllung der Qualifikationserfordernisse von Stufe 2 (Stufe 2 Nachweis)
2.2. wissenschaftliche Arbeiten (mindestens 3 zitierfähige als Erstautor auf dem Gebiet der Mammasonographie) und evaluierte Erfahrungen in der Lehre nachweisen
2.3. Der Stufe 3 Untersucher muss eine der Habilitation vergleichbare wissenschaftliche und didaktische sonographische Qualifikation aufweisen
2.4. Die Zuerkennung der Stufe 3-Qualifikation (Kursleiter) erfolgt in einem Kolloquium durch ÖGUM-Kursleiter
2.5. ÖGUM-Mitgliedschaft

D Rezertifizierung

– Eine kontinuierliche theoretische Weiterbildung (10 DFP-Punkte/Jahr in mammasonographischer Weiterbildung) und eine anhaltende Tätigkeit in mammasonographischer Diagnostik sind für alle in diesem System Beteiligten innerhalb von 5 Jahren im Sinne einer Rezertifizierung erforderlich.
– Aktive ÖGUM-Mitgliedschaft

Information zur Aufwandsentschädigung bei Zertifizierungen:
Jedem Arbeitskreisleiter der ÖGUM ist es freigestellt, eine Aufwandsentschädigung für die Zertifizierung in maximaler Höhe von € 100,00 pro Antrag einzuheben.

Beiträge aus dem ÖGUM-Arbeitskreis Mammasonographie

21.01.2014
Aktuelles/Info / Mamma

Multidimensionale Mammasonographie: Technische Aspekte und
diagnostische Einsatzmöglichkeiten

4D-Sonographie zur Evaluierung von Mammaläsionen

Ausbildungscurriculum für Muskel- und Nervensonographie

30.11.2019
Richtlinie & Standard / Nervensonographie
 
Ausbildungscurriculum für Muskel- und Nervensonographie
 
Österreichische Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (ÖGUM)
 
Die qualifizierte Sonographie im Sinne einer standardisierten Ausbildungsordnung der ÖGUM der Muskeln und Nerven wird von approbierten FachärztInnen für Radiologie, Neurologie/Neurochirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie und Physikalische Medizin durchgeführt.
Die Ausbildung sieht 3 Stufen vor: Stufe 1/Basisdiagnostik, Stufe 2/AusbilderIn, Stufe 3/KursleiterIn
 
Stufe 1/Basisdiagnostik
 
Vorbedingungen: aktive Mitgliedschaft ÖGUM; entweder einschlägige Vorbildung in der sonographischen Diagnostik (z.B. Facharzt für Radiologie,  „Stufe 1“ Ausbildungscurriculum „Bewegungsapparat“ der ÖGUM) und/ oder einschlägige Vorbildung durch Veranstaltungen des AK „Technik & Qualitätssicherung“ der ÖGUM: Ultraschall für MTA/RT Haller, Kollmann 1. Auflage, Thieme 2010 ISBN 978-3-13-146301-2 (Literaturempfehlung) bzw. Fragenkatalog Homepage ÖGUM (Kollmann)
 
Ausbildungsinhalte: Die Ausbildung soll die Qualifikation zur selbständigen Durchführung der Basisdiagnostik von Erkrankungen peripherer Nerven bzw. Muskeln mittels Ultraschalls vermitteln. Der Untersucher/die Untersucherin soll i.R.d. Basisdiagnostik selbst in der Lage sein zu entscheiden, in wie weit seine Ergebnisse ausreichend sind, bzw. welche weiteren diagnostischen Schritte erforderlich/sinnvoll sind.
 
Theoretischer Ausbildungsteil:
 
  • Teilnahme an mind. einem Grundkurs (Ausmaß von mind. 16 Std.) incl. „Hands-On“-Teil; dieser hat zu beinhalten: technische/ anatomische/pathologische Grundlagen, die „großen“ Nerven (N.medianus, N.ulnaris, N.radialis, N. ischiadicus, N.tibialis, N.peronaeus, N.suralis) incl. deren Topographie.
  • Teilnahme an mind. einem Fortgeschrittenenkurs oder themenspezifischen Refresherkursen (Ausmaß von jeweils mind. 16 Std.) jeweils incl. „Hands-On“ mit möglichen Themen:
  1. Sonographie und Sonopathologie spezieller Nerven – incl. Topographie
  2. Wesentliche muskuloskelettale Differentialdiagnostik (z.B. rheumatologischer Formenkreis, Verletzungen und Verletzungsmuster, Nerven-¬und MSKTumore)
  3. Grundlagen sonographisch basierter Schmerztherapie
 
Praktischer Ausbildungsteil:
 
  • Es sollen mindestens die unten genannten Zahlen für die einzelnen Krankheitsbilder erreicht werden, die Untersuchungen sollen grundsätzlich selbstständig und selbsttätig durchgeführt und dokumentiert werden. Mindestens 25% der durchgeführten Untersuchungen müssen pathologischen Befund gezeigt haben.
  • Dieses Curriculum ermöglicht temporär (bis zur Definition einer Folgeversion des Curriculum i.d.g.F.) die praktische Ausbildung ohne Supervision eines dezidierten Ausbilders/einer Ausbilderin für anerkannte FachärztInnen der o.g. Spezialfächer.
  • Die durchgeführten Untersuchungen müssen in einem Ausbildungsbuch (z.B. erhältlich über die Homepage der ÖGUM) mittels laufender Nummer dokumentiert werden und werden durch den Supervisor schriftlich bestätigt; das Ausbildungsbuch ist beim Kolloquium zur Stufenanerkennung vorzulegen.
 
Dokumentierte Untersuchungen (Ausbildungsbuch): Nervenultraschall
 
Krankheitsbild Gesamtzahl
Kompressionssyndrome und Nerventrauma >  30
Spezielle Neuropathien (inflammatorische, metabolische etc.) >  50
(Pseudo)Tumore in/um Nerven >  20
 
Dokumentierte Untersuchungen (Ausbildungsbuch): Muskelultraschall 
 
Krankheitsbild                           Gesamtzahl
Muskelsonographie (incl. funktionelle)   > 40
 
Die Zuerkennung der Stufe 1 erfolgt im Rahmen eines kurzen Prüfungsfachgespräches (Kolloquium) unter Vorlage des Ausbildungsbuches bei einem/r Ausbilders/einer Ausbilderin (mind. Stufe 2); als Prüfungsinhalte werden grundsätzlich die o.g. „Vorbedingungen“ sowie die „Ausbildungsinhalte“ festgestellt; die positive oder negative Zuerkennung erfolgt mündlich unmittelbar nach Abschluss des Kolloquium sowie schriftlich durch die Geschäftsstelle der ÖGUM. Der/die PrüferIn trägt nach dem erfolgreichen Fachgespräch dafür Sorge, dass die Unterlagen der Geschäftstelle der ÖGUM zukommen bzw. dass der/die KandidatIn in die Liste der „Stufe 1 – BasisdiagnostikerIn“ eingetragen wird.
 
Re-Zertifizierung “ Stufe 1 – BasisdiagnostikerIn ”:
Eine Re-Zertifizierung als BasisdiagnostikerIn erfolgt ab 01.01.2020 auf schriftlichen Antrag an den AK-Leiter Muskel- und Nervensonographie der ÖGUM durch denselben. Die Re-Zertifizierung erfolgt für die Dauer von jeweils maximal 5 Jahren: die Re-Zertifizierung beinhaltet grundsätzlich den Nachweis von entsprechend einschlägig Untersuchungen/Kenntnissen i.S.d. grundsätzlichen Zertifikationsordnung (siehe oben).
 
Der AK Leiter trägt dafür Sorge, dass die ÖGUM-Geschäftsstelle die Re-Zertifizierung „Stufe 1 – BasisdiagnostikerIn“ durchführt. Der/die BasisdiagnostikerIn erhält ein Zertifikat, in dem der Re-Zertifizierungszeitraum angeführt ist.
 
Verlust und Aberkennung “ Stufe 1 – BasisdiagnostikerIn ”:
Liegen die Voraussetzungen zur Zertifizierung und somit zur Re-Zertifizierung nicht mehr vor, geht der Status als BasisdiagnostikerIn verloren.
 
 
 
 
Stufe 2/AusbilderIn
 
Definition & Aufgaben:
Der Ausbilder/die Ausbilderin der ÖGUM hat einen spezifischen und regionalen Ausbildungsauftrag im Rahmen des Arbeitskreises. 
Er/sie trägt lt. Satzung der ÖGUM die individuelle Ausbildung des AK und erfüllt zusätzlich die Aufgaben der Referenzdiagnostik.
 
 
Vorbedingungen:
 
  • Stufe 1 „Nervensonographie“
  • mindestens 6-monatige ständige Tätigkeit in der Muskel- und Nervensonographie mit selbständiger Durchführung der o.g. Untersuchungen unter Supervision durch einen qualifizierten Ausbilder/eine qualifizierte Ausbilderin (mind. Stufe 2).
  • Die durchgeführten Untersuchungen müssen in einem Ausbildungsbuch (erhältlich über die Homepage der ÖGUM) codiert mittels laufender Nummer dokumentiert werden und werden durch den Supervisor am Ende schriftlich bestätigt.
  • Vollständig positiv absolvierte Ausbildung zum Facharzt/zur Fachärztin der eingangs genannten Fachrichtungen.
Zusätzliche Ausbildungserfordernisse:
 
  • Teilnahme an mind. 2 einschlägigen Fortgeschrittenenkursen („Nervensonographie/Muskelsonographie“) über jeweils mind. 16 h die unter der wissenschaftlichen Leitung eines Kursleiter/die Kursleiterin der ÖGUM/DEGUM/SGUM durchgeführt werden.

    oder
  • Teilnahme an mind. 1 einschlägigen Fortgeschrittenenkurs („Nervensonographie/Muskelsonographie“) und Teilnahme an mind. 1 themenspezifischen Refresherkurs über jeweils mind. 16 h die unter der wissenschaftlichen Leitung eines Kursleiter/die Kursleiterin der ÖGUM/DEGUM/SGUM durchgeführt werden.
 
Ausbildungsinhalte (thematische Abdeckung praktische Ausbildung bzw. Fortgeschrittenenkurse):
 
Nervenultraschall
 
  • Untersuchungstechnik und Untersuchungsvoraussetzungen für die spezielle Sonographie der peripheren Nerven: normale/pathologische Anatomie und Sonoanatomie der peripheren Nerven.
  • Untersuchung und Beurteilung pathologischer Befunde bei Erkrankungen des peripheren Nervensystems: Kompressionssyndrome und deren postOP-Bilder (z.B. Karpaltunnelsyndrom, Ulnarisneuropathie im Ellenbogenbereich, u.a.).
  • traumatische Veränderungen peripherer Nerven (z.B. Nervendurchtrennung, Neurombildung, axonale Schwellung sowie Bild nach OP).
  • Tumore peripherer Nerven und extraneurale Raumforderungen.
  • Polyneuropathien
  • sonographisch geführte, fokale Infiltrations-/Blockadetechniken.
Muskelultraschall
 
  • Untersuchungstechnik und Untersuchungsvoraussetzungen für die Sonographie der Muskeln, normale Anatomie/Topographie und Sonoanatomie der Muskeln (Topographie und Funktion, Beurteilung der Echogenität und Echotextur).
  • Untersuchung und Beurteilung pathologischer Befunde bei neuromuskulären Erkrankungen: lokale Muskelerkrankungen (z.B. Blutung, Tumor, Kompartmentsyndrom, fokale Neuropathien)
  • generalisierte Muskelerkrankungen (z.B. Muskeldystrophien, Myositiden, Befunde bei generalisierten Neuropathien)
  • spezielle Fragestellungen (z.B. Auswahl der Biopsiestelle bei Muskelerkrankungen, Darstellung von Muskelbewegungen wie Tremor oder Faszikulationen)
  • sonographisch gezielte Nadelführung zur selektiven intramuskulären/ perineuralen Injektion zum Zwecke der Diagnostik bzw. Therapie unterschiedlicher Agentien 
Die Zuerkennung der Stufe 2 erfolgt im Rahmen eines kurzen Prüfungsfachgespräches (Kolloquium) unter Vorlage des Ausbildungsbuches bei einem/r Kursleiter/einer Kursleiterin (Stufe 3); als Prüfungsinhalte werden grundsätzlich die o.g. „Vorbedingungen“ sowie die „Ausbildungserfordernisse“ festgestellt; die positive oder negative Zuerkennung erfolgt mündlich unmittelbar nach Abschluss des Kolloquium sowie schriftlich durch die Geschäftsstelle der ÖGUM. Der/die PrüferIn trägt nach dem erfolgreichen Fachgespräch dafür Sorge, dass die Unterlagen der Geschäftstelle der ÖGUM zukommen bzw. dass der/die KandidatIn in die Liste der „Stufe 2 – AusbilderIn“ eingetragen wird.
 
Re-Zertifizierung “ Stufe 2 – AusbilderIn ”:
Eine Re-Zertifizierung als AusbilderIn erfolgt ab 01.01.2020 auf schriftlichen Antrag an den AK-Leiter Muskel- und Nervensonographie der ÖGUM durch denselben. Die Re-Zertifizierung erfolgt für die Dauer von jeweils maximal 5 Jahren: die Re-Zertifizierung beinhaltet grundsätzlich den Nachweis von entsprechend einschlägig Untersuchungen/Kenntnissen i.S.d. grundsätzlichen Zertifikationsordnung (siehe oben) und zwingend Darstellung entsprechender, einschlägiger Ausbildungstätigkeiten: Eigenveranstaltungen und/oder aktive Teilnahmen an ÖGUM/DEGUM/SGUM-Fremdveranstaltungen.
Der AK Leiter trägt dafür Sorge, dass die ÖGUM-Geschäftsstelle die Re-Zertifizierung „Stufe 2 – AusbilderIn“ durchführt. Der/die AusbilderIn erhält ein Zertifikat, in dem der Re-Zertifizierungszeitraum angeführt ist.
 
 
Verlust und Aberkennung “ Stufe 2 – AusbilderIn ”:
Liegen die Voraussetzungen zur Zertifizierung und somit zur Re-Zertifizierung nicht mehr vor, geht der Status als AusbilderIn verloren.
 
 
 
Option: FachärztInnen spezifischer, medizinischer Sonderfächer (Radiologie, Orthopädie/Unfallchirurgie, Physikalische Medizin, Rheumatologie), welche zumindest Stufeninhaber der Stufe 2 („Ausbilder“) des ÖGUM-Arbeitskreises „Bewegungsapparat“ sind, haben mit 01.01.2020 die Berechtigung unter folgenden zwingenden Voraussetzungen auch die „Stufe 2 – AusbilderIn“ des ÖGUM-Arbeitskreises „Muskel – und Nervensonographie“ zuerkannt zu bekommen:
 
  • Die Zuerkennung erfolgt im Rahmen eines kurzen Prüfungsfachgespräches (Kolloquium) bei einem/r Kursleiter/einer Kursleiterin (Stufe 3) des Arbeitskreises „Muskel – und Nervensonographie“ i.S.d. Ausbildungsinhalte/ordnung „Nervenultraschall“ und „Muskelultraschall“ (siehe oben) nach Vorlage entsprechender einschlägiger, supervidierter Untersuchungen (Ausbildungsbuch).
  • Teilnahme an mind. 2 einschlägigen Fortgeschrittenenkursen („Nervensonographie/Muskelsonographie“) über jeweils mind. 16 h die unter der wissenschaftlichen Leitung eines Kursleiters/Kursleiterin der ÖGUM/DEGUM/SGUM durchgeführt werden.
    oder
  • Teilnahme an mind. 1 einschlägigen Fortgeschrittenenkurs („Nervensonographie/Muskelsonographie“) und Teilnahme an mind. 1 themenspezifischen Refresherkurs über jeweils mind. 16 h die unter der wissenschaftlichen Leitung eines Kursleiters/Kursleiterin der ÖGUM/DEGUM/SGUM durchgeführt werden.
  • Für die Rezertifikation des AK „Muskel – und Nervensonographie“ gelten im Anschluss die entsprechenden Maßgaben des AK unabhängig von anderen AKs.
 
 
 
Stufe 3/KursleiterIn
Definition & Aufgaben: 
 
Der Kursleiter/die Kursleiterin der ÖGUM ist ein Ausbilder/eine Ausbilderin der ÖGUM mit besonderer didaktischer und wissenschaftlicher Erfahrung auf einem spezifizierten Gebiet der Ultraschalldiagnostik mit überregionalem Ausbildungsauftrag.
 
Er/sie definiert lt. Satzung der ÖGUM das Niveau der AK-spezifischen Fortbildungskurse (Grundkurse, Fortgeschrittenenkurse, Refresherkurse)
 
Jeder Ultraschall-Ausbildungs/Fortbildungskurs (Grundkurse, Fortgeschrittenenkurse, Refresherkurse), der nach den Richtlinien der ÖGUM durchgeführt wird, muss von einem/r spezifischen KursleiterIn der ÖGUM geleitet bzw. bzgl. Programm und Inhalt verantwortet werden.
 
Der Kursleiter/die Kursleiterin der ÖGUM ist gleichzeitig regionale/r AusbilderIn und erfüllt zusätzlich alle Voraussetzungen für eine überregionale Referenzdiagnostik.
 
Der Kursleiter/die Kursleiterin der ÖGUM sind für die Durchführung mündlicher Fachgespräche zur Erteilung von Zertifikaten über die Muskel- und Nervensonographie zuständig. 
 
 
Vorbedingungen:
 
  • Mitgliedschaft ÖGUM seit mind. 2 Jahren und ÖGUM Stufe 2 –AusbilderIn für Muskel- und Nervensonographie.
  • evaluierte universitärer Lehre und mehr als 5 „peer-reviewed“ Publikationen zur Muskel- und Nervensonographie (davon mind. 2 als Erst- oder LetztautorIn) oder einschlägige Habilitation an einer österreichischen Universität.
  • Nachweis von mind. 1500 persönlich durchgeführten und dokumentierten Untersuchungen in der Ultraschalldiagnostik von Nerven und Muskeln
  • Nachweis von jährlich jeweils mind. 300 selbst durchgeführten und/oder supervidierten und dokumentierten Untersuchungen in den Anwendungsgebieten Muskel- und Nervensonographie über mind. 3 Jahre.
  • Nachweis als ReferentIn an mind. 5 spezifischen Kursen zur Muskel- und Nervensonographie der ÖGUM/DEGUM/SGUM (Grundkurse, Fortgeschrittenenkurse, Refresherkurse); die Kurse müssen unter Zusammenarbeit mit bzw. unter Leitung eines Kursleiter/die Kursleiterin für Muskel- und Nervensonographie der ÖGUM/DEGUM/SGUM durchgeführt worden sein.
 
 
Aufgabenspektrum & Zeitraum der Zuerkennung Stufe 3:
 
  • Bereitschaft zur Verpflichtung zur Durchführung von ÖGUM-zertifizierten Ultraschallfortbildungen zur Muskel- und Nervensonographie der ÖGUM.
  • Bereitschaft zur Verpflichtung zur Durchführung von entsprechenden Fachgesprächen zur Erlangung von Zertifikaten zur Muskel- und Nervensonographie
  • Die Zuerkennung der Stufe 3-Qualifikation erfolgt nach Kontrolle der Vorbedingungen durch den/die ÖGUM AK-LeiterIn und durch den ÖGUM-Vorstand.
 
 
Re-Zertifizierung “Stufe 3/ KursleiterIn”:
 
  • Eine Re-Zertifizierung als KursleiterIn erfolgt auf schriftlichen Antrag an den AK-Leiter Muskel- und Nervensonographie der ÖGUM durch denselben in Absprache (Mehrheit) mit den zum jeweilige Zeitpunkt aktiven KursleiterInnen.
  • Die Re-Zertifizierung erfolgt für die Dauer von jeweils maximal 10 Jahren.
  • Der/die KursleiterIn erhält ein Zertifikat, in dem der Re-Zertifizierungszeitraum angeführt ist.
Voraussetzungen:
 
  1. Nachweis der Zertifizierung als KursleiterIn
  2. Nachweis, als ReferentIn bei mind. 8 Ultraschallfortbildungsveranstaltungen mit ÖGUM-Zertifikation innerhalb von 10 Jahren teilgenommen zu haben.
  3. Nachweis von mehreren selbstorganisierten Veranstaltungen in diesem Zeitraum.
 
 
Verlust und Aberkennung “Stufe 3/ KursleiterIn”:
Liegen die Voraussetzungen zur Zertifizierung und somit zur Re-Zertifizierung nicht mehr vor, geht der Status als KursleiterIn verloren.
 
 
 
 
 
AK NERVENSONOGRAPHIE – PD Dr H Gruber – 09 2019

Nervensonographie kompakt: Anatomie der peripheren Nerven mit Landmarks

16.05.2018
Publikation


Nervensonographie kompakt: Anatomie der peripheren Nerven mit Landmarks
H. Gruber, A. Loizides, B. Moriggl
ISBN: 978-3662567531

Dieser Taschenatlas stellt erstmals die topographische Anatomie aller peripheren Nerven im Ultraschall mit Fokussierung auf spezielle Landmarken dar: mit den Punkten der optimalen Visibilität (POV). Annähernd alle Nerven des menschlichen Körpers sind mit hochauflösenden Schallköpfen bis zu 24 MHz im Detail dargestellt. Nützlich für den Anfänger wie für den Spezialisten-Nerven-Sonographeur, liefert dieser Atlas klare und schnelle Vorgaben über die Sono-Anatomie der Nerven. Speziell für Neurologen, Anästhesisten, Schmerztherapeuten, Radiologen, Rheumatologen und Chirurgen bietet diese standardisierte Anleitung klare Orientierung bei der Frage „Wo finde ich den Nerv am einfachsten“.

Der Inhalt
Hals – Oberarm/Unterarm/Hand – Stamm – Glutealregion – Oberschenkel/Unterschenkel/Fuß

Die Herausgeber
Priv.-Doz. Dr. Hannes Gruber
Ltd. Oberarzt der Abt. für sonographische Diagnostik und Intervention – konventionelles Röntgen und Durchleuchtung an der Universitätsklinik für Radiologie, Medizinische Universität Innsbruck – Tirol-Kliniken.

Priv.-Doz. Dr. Alexander Loizides
Oberarzt und stellv. Leiter der Abt. für sonographische Diagnostik und Intervention – konventionelles Röntgen und Durchleuchtung an der Universitätsklinik für Radiologie, Medizinische Universität Innsbruck – Tirol-Kliniken.

Univ.- Prof. Dr. Bernhard Moriggl
Direktor des Centre of Excellence in Anatomy, Stellv. Leiter der Sektion für Klinisch-Funktionelle Anatomie der Medizinischen Universität Innsbruck.

ÖGUM-Zertifizierung nach den Dreiländerrichtlinien

08.10.2014
Richtlinie & Standard / Notfallsonographie

Dateien:
Notfallsonographie – OEGUM Zertifizierung nach den Dreilaenderrichtlinien

Notfallsonographie - Curriculum-Ausbildungskonzept Version 23.2.10

20.05.2013
Richtlinie & Standard / Notfallsonographie

Dateien:
Curriculum Ausbildungskonzept Notfallsonographie Aktuelle Version 23_2_10_2_ (140 K)

Ultraschall für MTRA / RT

20.05.2013
Publikation

Haller, Kollmann
1. Auflage, Thieme 2010
ISBN 978-3-13-146301-2

Das Buch richtet sich in erster Linie an Radiologietechnologen, medizinischtechnische Radiologieassistenten und andere Beschäftigte in der Radiologie in Ausbildung/Studium und Beruf, möchte aber auch alle anderen an der Sonografie interessierte Personen mit der Technik
vertraut machen.

Der Inhalt im Überblick

  • Physiklische und technische Grundlagen der modernen Sonografie
  • Wichtige aktuelle Ultraschallverfahren in Diagnostik und Therapie
  • Funktion und Einsatz von Kontrastmitteln
  • Artefakte: Ursachen und Effekte
  • Ultraschallsicherheit und Qualitätssicherung
  • Lernzielkontrolle durch umfangreichen Fragenkatalog

Thoraxsonographie

20.05.2013
Richtlinie & Standard / Thorax

(Entwurf Stand 17.10.2006)

1. Ausbildungsinhalte:

1.1 Technische Grundlagen und Sonoanatomie

  • Physikalische Grundlagen, technische Grundlagen
  • Gerätetechnik, Entwicklungsstand, Geräteeinstellung
  • Dokumentationstechnik, Befunddokumentation
  • Untersuchungstechnik, Schnittebenen, Normalbefunde
  • Artefakte (allgemein)s

1.2 Spezielle Ausbildungsinhalte der Thoraxsonographie- Sonopathologie

  • Brustwand: Weichteile incl. Lymphknoten, knöchener Thorax, Gefäße, Nerven
    entzündliche Prozesse, Pancoasttumor.
  • Pleura: Erguss. Erguss-Volumetrie-Schätzung, Pleuraempyem, solide Strukturen,
    weiterführende Ergussdiagnostik, Mesotheliom, Pleurametastasen, Pneumothorax.
  • Periphere Lungenkonsolidierungen:
    a) Entzündlich: Pneumonie, Abszesse, Abszessdrainage, Tuberkulose
    b) Neoplastisch: Lungenkarzinome, Lungenmetastasen, diagnostische Punktion
    c) Vaskulär: Lungenembolie – Suche nach der Emboliequelle, Rechtherzbelastung
    d) Atelektasen, Lungenkontusion
  • Perikarderguss, orientierende Beurteilung der Herzhöhlen und Herzklappen
  • Mediastinum (Gefäßverlauf, Lymphknotenstationen)
  • Spezielle Artefakte und Pittfalls

2. Ausbildungserfordernis:

2.1 Grundkurs mit den in 1.1 genannten Inhalten über 8 Stunden. Davon mindestens 3 Stunden Praktikum in diesen Inhalten.
Das Praktikum hat den DEGUM – Richtlinien zu entsprechen.
Für Arzte mit nachgewiesener Ausbildung in Abdomensonographie oder Echokardiographie entfällt der Grundkurs

2.2 Spezieller Thoraxsonographiekurs mit den in 1.2 genannten Inhalten über
15 Stunden, davon 3 Stunden Praktikum.

3. Drei Stufenkonzept

Stufe 1:
ÖGUM-Mitgliedschaft;
Mit Vorerfahrung, sprich Stufe 1 in anderem Fachgebiet (Chirurgie, Radiologie, Innere Medizin) genügt dieses, allerdings inhaltlich bereichert durch Nachweis spezieller Kenntnisse z.B. in Pneumothorax, Rippenfraktur/knöchernes Thoraxskelett, DD subpleurale Lungenkonsolidierung

Ausbildungserfordernis:
Spezieller Thoraxkurs (2.2)

Ohne Vorerfahrung:
US-Zahlen: (>300 US, davon >150 nicht PLE, jährlich >200 für Erhaltung der Stufe 1)

  • Pleuraerguß, Punktion, Drainage
  • Thoraxwand-RF, Rippenfraktur
  • LK Staging cervical-thorakal (transkutan)
  • DD subpleurale periphere Lungenkonsolidierung
  • Pneumothorax

Ausbildungserfordernis:
Grundkurs (2.1) und spezieller Thoraxsonographiekurs (2.2)

Ausbildung unter Supervision eines Stufe 2 – Supervisors, oder Stufe 1- Supervisors mit 2 Jahre Erfahrung.

Stufe 2:
ÖGUM-Mitgliedschaft;
1 Jahr Stufe 1 Ultraschallerfahrung
US-Zahlen: (>600 US, davon >200 höheren Schwierigkeitsgrades, z.B. solide RF mit FNP, jährlich > 400 für Erhaltung der
Stufe 2)
Ausbildung unter Supervision eines Stufe 3 – Supervisors, oder Stufe 2 – Supervisors mit 2 Jahre Erfahrung

  • DD Raumforderung Pleura, Lunge, Mediastinum incl. transkutan FNP
  • Abszess Lunge/Pleura mit Drainage
  • Mediastinum, Staging transkutan
  • spezielle Kenntnisse der Vaskularisationsdiagnostik, z.B. Farbdoppler am Thorax, Kontrastmittelsonographie

Stufe 3:
ÖGUM-Mitgliedschaft;
1 Jahr Stufe 2 – Erfahrung.
Zusätzlich zur Stufe 2:
–endoluminaler Ultraschall (z.B. EUS-FNP, EUS-Therapie, –EBUS-FNP, EBUS-Therapie, thorakoskopischer, intraoperativer
Ultraschall etc.)
–US-Kontrastmittel und alle zukünftigen Neuerungen

Ausbildungserfordernis:
Spezielle Kurse (endoluminal, Kontrastmittel u.a.)

-Mitwirkung bei der Ultraschallausbildung, klinischer Ultraschalllehre und Lehrtätigkeit

Überarbeitete Richtlinien von 1997 (ÖGUM-Kursleiter und DEGUM-Seminarleiter).
Sonja Beckh. Nürnberg, Wolfgang Blank, Reutlingen, Gebhard Mathis, Hohenems (Österreich), Joachim Reuß, Böblingen, Andreas Schuler, Geislingen.
Aktualisierter Vorschlag unter Berücksichtigung des von der DEGUM erarbeiteten Der-Stufenkonzepts und der EFSUMB guidlines

Untersuchungsstandard der Thoraxsonographie

20.05.2013
Richtlinie & Standard / Thorax

Die Thoraxsonographie bietet keine Übersicht über den gesamten Thorax, jedoch einen Ausschnitt, der bei entsprechender Fragestellung im Kontext zu den Übersichtsdarstellungen wertvolle Zusatzinformationen liefert. In manchen klinisch häufigen Fragestellungen (wie z.B. Pleuraerguss) ist die Thoraxsonographie die beste und per se Methode der Wahl. An der gesunden Lunge wird der Ultraschall fast völlig reflektiert. Pulmonale Prozesse können mit US erreicht werden, wenn konsolidiertes Lungengewebe an die viszerale Pleura reicht und dadurch ein Schallfenster, eine pathologische Schalltransmission ermöglicht. Schallschatten finden sich am knöchernen Thorax, die insbesondere hinter den Rippen durch Atemmaöver überbrückt werden können. Transjugulär ist das vordere obere Mediastinum bis zum aortopulmonalen Fenster gut einsehbar. Als Ergänzung bieten sich hier die transösophageale und transbroncheale Sonographie an, die allerdings vom Aufwand und der Handhabung invasive Untersuchungsverfahren sind.

Gerätetechnische Voraussetzungen

Für die Untersuchung am Thorax eignen sich alle Geräte, die auch in der Sonographie von Abdomen und Schilddrüse bzw. Gefässen verwendet werden. Allerdings ist eine entsprechende Soft-ware-Einstellung gesondert zu erstellen: Ein hochauflösender Linearschallkopf von 5–7,5 MHz für die Darstellung der Thoraxwand und der Pleura. Für tiefer liegende Lungenläsionen sind 3,5-5 MHz erforderlich. Sektorschallköpfe lassen sich interkostal am besten applizieren, doch ist die Untersuchung auch mit Konvexschallköpfen möglich.
Für das vordere, obere Mediastinum sind Vektor-, Sektor- oder schmale Konvexsonden zu empfehlen. Je kleiner die Ankopplungsfläche, umso besser kann der Schallkopf im Jugulum oder in der Supraklavikulargrube aufgesetzt werden. Der Frequenzbereich sollte bei 3,5–5 MHz liegen. Zu beachten ist, dass Geräteeinstellungen, die für die Echokardiographie gebräuchlich sind, für das übrige Mediastinum nicht geeignet sind. Der Kontrast, die Bildrate und der Graustufentiefenausgleich müssen zur Darstellung der mediastinalen Strukturen entsprechend angepasst werden.

Untersuchungsvorgang

Die Untersuchung wird wenn möglich am sitzenden Patienten durchgeführt in In- und Exspiration, gegebenenfalls kombiniert mit Atemmanövern wie Husten oder „Schnüffeln“. Das Anheben der Arme und Verschränken hinter dem Kopf führt zu einer Erweiterung der Interkostalräume und erleichtert den Zugangsweg. Wird eine Hand auf die kontralaterale Schulter gelegt, dreht sich die Scapula nach aussen, so dass auch der Bereich retroskapluär weitgehend beurteilt kann. Der Schallkopf wird zunächst entlang der Längslinien am Thorax (Paravertebrallinie, Medioklavikularlinie, vordere, mittlere und hintere Axillarlinie, Skapularlinie und Paravertebrallinie) geführt. Ergänzend erfolgen schräge Schnittführungen entlang der Interkostalräume von dorsal nach ventral. Supraklavikulär können die Lungenspitze und Teile der Subklavia-Gefässe eingesehen werden, transjugulär das vordere obere Mediastinum.
Befundbeschreibung und Dokumentation erfolgen nach den üblichen Kriterien.

Abb1 (Knorpel). Der US passiert den Rippenknorpel schneller als den Interkostalraum. Deshalb ist der Eintrittsreflex an der viszeralen Pleura artefiziell etwas angehoben.

Abb 2 (Rippe). An der Rippenoberflächen kommt es zu einer Totalreflexion der US-Wellen mit entsprechendem Schallschatten. Durch Atemmanöver können subpleurale Konsolidierungen auch hinter dem Rippenreflex entdeckt werden.

Abb 3 Interkostalschnitt zwischen 3. und 4. Rippen im Bereich der vorderen Medioklavikularline. Es zeigen sich die Ansätze der Pektoralmuskulatur, hinter den Interkostalmuskeln der Pleuraspalt und der echogene Eintrittsreflex der viszeralen Pleura.

Gebhard Mathis

Untersuchungsstandard für die transthorakale Sonographie

20.05.2013
Richtlinie & Standard / Thorax

Die Thoraxsonographie bietet bei entsprechender Fragestellung bei vielen Erkrankungen des Brustkorbes und der intrathorakalen Organe (exkl. des Herzens, sh. dazu Echokardiographie) bereits primär wichtige und diagnostisch hinreichende Aussagen. Bei einigen Erkrankungen liefert sie im Kontext mit anderen bildgebenden diagnostischen Verfahren wertvolle Zusatzinformationen. Bei manchen klinisch häufigen Fragestellungen (wie z.B. Pleuraerguss) ist die Thoraxsonographie die beste und per se Methode der Wahl.
An der gesunden Lunge wird der Ultraschall fast völlig reflektiert. Pulmonale Prozesse können mit US erreicht werden, wenn krankheitsbedingt luftfreies Lungengewebe an die viszerale Pleura reicht und dadurch ein Schallfenster eine pathologische Schalltransmission ermöglicht. Schallschatten finden sich am knöchernen Thorax. Die dadurch eingeschränkte Beurteilbarkeit kann durch Atemmanöver teilweise ausgeglichen werden. Transjugulär und parasternal ist das vordere Mediastinum bis zum aortopulmonalen Fenster einsehbar. Als weiterführende Untersuchungsverfahren bieten sich für das Mediastinum und die Lunge die transösophageale und transbronchiale Sonographie an, die allerdings vom Aufwand und der Handhabung invasive Untersuchungsverfahren sind.
Gerätetechnische Voraussetzungen
Für die Untersuchung am Thorax eignen sich alle Geräte der ÖGUM-Geräteweißliste der allgemeinen Anwendungen. Im wesentlichen handelt es sich um Geräte, die auch in der Sonographie von Abdomen und Schilddrüse Anwendung finden. Allerdings ist eine entsprechende Software-Einstellung gesondert zu erstellen.
Die Schallsonden müssen Frequenzbereiche abdecken, die sowohl für das Nahfeld als auch für hohe Eindringtiefen geeignet sind. Aktuell ist dies beispielweise eine hochauflösende Linearschallsonde mit einem Frequenzbereich um 5-10 MHz für die Darstellung der Thoraxwand und der Pleura. Für tiefer liegende Lungenläsionen und für das Mediastinum sind Schallsonden mit sektorähnlichem Bild und Frequenzen um 2—5 MHz erforderlich.
Je kleiner die Ankopplungsfläche letzterer Schallsonden ist, umso besser kann sie interkostal, im Jugulum oder in der Supraklavikulargrube aufgesetzt werden. Zu beachten ist, dass Geräteeinstellungen, die für die Echokardiographie gebräuchlich sind, für das übrige Mediastinum nicht geeignet sind. Fokusposition, Kontrast und Graustufentiefenausgleich müssen zur Darstellung der pulmonalen und mediastinalen Strukturen entsprechend angepasst werden.
Eine Farbdopplerausrüstung ist für die Basisuntersuchung nicht erforderlich. Ultraschalltechniken, die die Durchblutung darstellen (z.B. Fardoppler-, Kontrastmittelsonographie) erfordern entsprechende Geräte zur besseren Artefaktunterdrückung.

Untersuchungsvorgang
Die Untersuchung wird üblicherweise am sitzenden Patienten begonnen. Bei entsprechenden Indikationen (Mediastinum, Zwerchfell, Darstellung der ventralen Thoraxpartien) ist eine Rücken- oder Halbseiten- bis Seitenlage vorteilhafter. Die Untersuchung wird- in In- und Exspiration durchgeführt, gebenenfalls kombiniert mit forcierten Atemmanövern, Atemanhalt, Husten oder „Schnüffeln“. Das Anheben der Arme und Verschränken hinter dem Kopf führt zu einer Erweiterung der Interkostalräume und erleichtert den Zugangsweg zu den intrathorakalen Organen. Wird eine Hand auf die kontralaterale Schulter gelegt, dreht sich die Scapula nach aussen, so dass auch der Bereich retroskapluär weitgehend beurteilt kann.
Die Schallsonde wird zunächst entlang der Längslinien am Thorax (Parasternallinie, Skapularlinie, hintere, mittlere und vordere Axillarlinie, Medioklavikularlinie und Paravertebrallinie) geführt. Ergänzend erfolgen schräge Schnittführungen entlang der Interkostalräume von dorsal nach ventral. Für die Darstellung des Zwerchfells empfehlen sich bei Rücken- oder Halbseitenlage des Patienten Längs- und Querschnitte im Oberbauch mit nach kranial angulierter Schallsonde. Supraklavikulär können die Lungenspitze und Teile der Subklavia-Gefässe eingesehen werden. Das vordere Mediastinum wird transjugulär und parasternal in Links- und Rechtsseitenlage untersucht.
Befundbeschreibung und Dokumentation
Der Untersuchungsvorgang wird beschrieben. Pathologische Befunde werden in Lage, Form, Größe und Struktur beschrieben und bildlich festgehalten.

Diese Standards wurden am 18.02.06 erstellt. Ein Up-date ist 2009 geplant.
Wolfgang Blank, Reutlingen und Gebhard Mathis, Rankweil
für die Arbeitskreise Thoraxsonographie der DEGUM und der ÖGUM.

Urogenitaler Ultraschall

20.05.2013
Richtlinie & Standard / Urologie

Der Ausbildungsinhalt umfasst Niere, ableitende Harnwege, Prostata (auch transrektal) und Skrotum.
Ein 2-Stufenkonzept ist nötig, ein 3-Stufenkonzept sollte dann angestrebt werden, wenn die anderen Fächer ein solches ebenso haben.

Level 1:
Sonoanatomie der Niere, Harnblase, Prostata und Hoden
Niere: Nierensteindiagnostik, Nierenstauung, Raumforderungen (cystisch und solid), Nierenanomalien, interne Nierenerkrankungen, Traumen
Prostata: Hyperplasie, Prostatakonkremente, Prostatacysten, Tumore, Samenblasenstauung,
Skrotalinhalt: NH-Cysten, Varicocelen, Raumforderungen (solid und cystisch), Abszesse, Hydrocelen, Traumen
Harnblase: Volumsbestimmung der Harnblase (Restharn), Blasentumore, Blasendivertikel, Blasenwandhypertrophie
Theorie und Praxis: insgesamt 50 Stunden

Level 2:
Mindestens 1 Jahr praktiziert im Level 1 mit dokumentierten Untersuchungen
Niere 1000 Untersuchungen, Skrotum, Prostata und Harnblase je 100
Davon 30% dokumentierte pathologische Befunde – mindestens 1 pathologischer Befund aus den zuvor angeführten Pathologien
Darüber hinaus FD-Untersuchungen (Niere, Skrotum, Prostata) und Nachweis der theoretischen und praktischen Beherrschung des FD.

Urogenitaler Ultraschall

20.05.2013
Richtlinie & Standard / Urologie

(Stellungnahme der Fachgesellschaft noch ausständig)

Der Ausbildungsinhalt umfasst Niere, ableitende Harnwege, Prostata (auch transrektal) und Skrotum.

Ein 2-Stufenkonzept ist nötig, ein 3-Stufenkonzept sollte dann angestrebt werden, wenn die anderen Fächer ein solches ebenso haben.

Stufe 1:

ÖGUM-Mitgliedschaft

Sonoanatomie der Niere, Harnblase, Prostata und Hoden

Niere: Nierensteindiagnostik, Nierenstauung, Raumforderungen (cystisch und solid), Nierenanomalien, interne Nierenerkrankungen, Traumen

Prostata: Hyperplasie, Prostatakonkremente, Prostatacysten,
Tumore, Samenblasenstauung,

Skrotalinhalt: NH-Cysten, Varicocelen, Raumforderungen (solid und cystisch),
Abszesse, Hydrocelen, Traumen

Harnblase: Volumsbestimmung der Harnblase (Restharn), Blasentumore,
Blasendivertikel, Blasenwandhypertrophie

Theorie und Praxis: insgesamt 50 Stunden

Stufe 2:

ÖGUM-Mitgliedschaft

Mindestens 1 Jahr praktiziert im Level 1 mit dokumentierten Untersuchungen

Niere 1000 Untersuchungen, Skrotum, Prostata und Harnblase je 100
Davon 30% dokumentierte pathologische Befunde – mindestens 1 pathologischer Befund aus den zuvor angeführten Pathologien

Darüber hinaus FD-Untersuchungen (Niere, Skrotum, Prostata) und Nachweis der theoretischen und praktischen Beherrschung des FD.

140307
C. Kratzik für den AK Urologie (Niere, harnableitende Wege und männliches Genitale)

Information zur Aufwandsentschädigung bei Zertifizierungen:
Jedem Arbeitskreisleiter der ÖGUM ist es freigestellt, eine Aufwandsentschädigung für die Zertifizierung in maximaler Höhe von € 100,00 pro Antrag einzuheben.

Ultraschall des äußeren männlichen Genitals

04.09.2019
Publikation / Urologie

„Ultraschall des äußeren männlichen Genitals“

Friedrich Aigner, Leo Pallwein-Prettner, Germar-Michael Pinggera
Erste deutsche Ausgabe erschienen im September 2019
ISBN: 978-3-9503296-6-7
Ultraschall des äußeren männlichen Genitals – ein kompaktes Kompendium, das alle Techniken vereint! Neben den aufwendig und hochwertig bebilderten Normalbefunden und Pathologien von Harnröhre, Penis und Skrotum widmet sich dieses Buch der B-Bild-Sonographie, dem Doppler-Ultraschall und auch dem Einsatz von Ultraschall-Techniken wie der Kontrastmittel-Sonographie und der Ultraschall-Elastographie. Die simultane Anwendung aller Ultraschall-Techniken (multiparametrischer Ultraschall) zeigt eine bessere Einschätzbarkeit von z.B. unklaren Hodenläsionen. Dieses Kompendium soll ein moderner, hilfreicher und vor allem übersichtlicher Begleiter sowohl im Rahmen der urosonographischen Ausbildung als auch bei komplexen Fragestellungen sein; es eignet sich somit für jeglichen Ausbildungsstand!

Prostata – Multimodale Bildgebung

02.05.2017
Publikation

„Prostata – Multimodale Bildgebung“
F. Aigner, L. Pallwein-Prettner
Erste deutsch Ausgabe erschienen im Jänner 2016
ISBN: 978-3-902933-39-3

Das Prostatakarzinom als häufigstes Karzinom des Mannes rückt immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses, ähnlich dem Mammakarzinom der Frau (blue ribbon – pink ribbon). Sowohl urologischerseits, als auch radiologischerseits häufen sich die Anfragen, welchen Beitrag die moderne Bildgebung zur Detektion und zum Staging des Prostatakarzinoms leisten kann. Dieses Buch soll radiologische und urologische Sicht­ und Denkweisen, das Potential der multiparametrischen Bildgebung, aber auch Limitationen aufzeigen. Weiteres berichten wir über Systemvoraussetzungen, Interpretation, strukturierte Berichterstattung und bildgebend gezielte Biopsiemöglichkeiten.